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Foto: ADD ON MUSIC

Pop-Noir – So nennt die stets lasziv dreinblickende Femme Schmidt die Musik, die sie auf ihrem neuen Album „RAW“ präsentiert. Entstanden ist die Platte mit einer Handvoll namhafter Songschreiber und Produzenten in London, Hamburg und New York. Grund genug, sich doch einfach mal anzuhören, was die Weltenbummlerin so zu erzählen hat.

Nach einer Kindheit in Koblenz stand nach eigener Aussage früh fest, dass diese Femme Künstlerin werden möchte. Es folgten Stationen in London, den USA und letztlich Berlin, sowie eine Zusammenarbeit mit Guy Chambers (Produzent von Robbie Williams) und Touren mit Bryan Ferry oder Elton John. Nicht schlecht für eine so junge Karriere.

Und überhaupt, nach schlappen 26 Jahren Erfahrung klingt die Musik auf „RAW“ nicht, um wieder auf das neueste Projekt zurückzukommen. Da werden die ganz großen Melodien verknüpft mit dramatischen, orchestralen Arrangements. Immer emotional, feminin, sexy und leicht verrucht. Pop-Noir eben.

Schon das titelgebende „RAW“ könnte aus dem letzten Bond-Streifen stammen. Femme Schmidts kratzige Stimme plus die drohenden Bläsersätze lassen den Hörer sofort zu Zigarre und Whiskey greifen. Single Malt. 18 Jahre. Minimum. Wenn im letzten Refrain dann auch noch das Piano einsetzt, weiß man, dass Femme Schmidt es ernst ist:

I like it raw

It’s the freak in me, my personality

It gets raw

It’s the taste of sin underneath my skin

Es gibt auf dem Album einige Balladen und ruhigere Nummern, die allesamt wunderbar herzzerreißend klingen und zum Träumen einladen. Klar: Ein wenig wird da auch auf den großen Hit spekuliert. So lange das allerdings so toll passiert wie auf der Single „Surround Me With Your Love“, bin ich für meinen Teil voll zufrieden.

Spannender sind dennoch die Nummern, auf denen die Dame ein wenig Kante zeigt. Natürlich „Hurt So Good“ und allem voran der Song „Kill Me“, der bereits vor einer Weile erschien und überaus positiv aufgenommen wurde. Ab und an wünscht man sich, dass sie ein wenig ausbricht aus ihrer gewohnten Stimmlage, aber das ist nur ein kleiner Wermutstropfen.

Auf „RAW“ zeigt Femme Schmidt, was sie kann. Tolle Produktionen, tolle Frau und eine tolle Attitüde.

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