Freiburg: Live in der Trompete, Bochum

Das vergangene Wochenende war wieder gezeichnet vom Punk, denn am Samstag rief die Punk-Band Freiburg in die Trompete, einen kleinen und beschaulichen Club im Bochumer Bermuda3eck. Zusammen mit der Vorband NO°RD wurde also für ordentlich Krach gesorgt! Natürlich lässt sich meinereiner da nicht lange bitten – vor allem, weil ich zufälligerweise erst einige Tage zuvor ins aktuelle Freiburg-Album „Brief & Siegel” reinhörte, welches mir durchaus gut gefiel.

NO°RD: Junger Punk mit New-Wave-Anleihen

NO°RD: Live in der Trompete, Bochum

Den Anfang machten, wie gesagt, NO°RD. Die pflegen ein musikalisch durchgehend hohes Tempo in ihren Songs – immer mit dem Kopf durch die bekannte Wand. Auffällig war vor allem der Sänger der Gruppe, der des Öfteren mit großen Gesten auf sich aufmerksam machte, durch die mir aus irgendeinem Grund, den ich nicht einmal näher erklären kann, sehr „New-Wave’ig” erschien.

Gerne hätte ich allerdings den Texten zugehört, allerdings wusste die Akustik in der Trompete das gekonnt zu verhindern, sodass ich leider nur einzelne Wortfetzen verstand. Mit fortlaufender Dauer des Sets erschienen mir die Songs zudem etwas abwechslungsarm, was unter Umständen natürlich auch mit dem Sound im Club zusammenhängen kann.

Die Zuschauer hatten aber dennoch Spaß mit der Truppe, die aus Münster und Dortmund stammt. Vereinzelt wurde dann sogar ein wenig Pogo getanzt. Insofern haben NO°RD ihren Job also recht gut erledigt, denn eingeheizt waren die Zuschauer.

Freiburg: Schnell, schmerzlos und ohne Pause

Freiburg: Live in der Trompete, Bochum

Nach der anschließenden Umbaupause übernahmen Freiburg dann das Ruder. Auch hier ging es vor allem nach vorne. Der Sound war hier stimmiger, als zuvor, trotzdem jedoch nur mäßig gut, sodass man von den Texten nicht viel verstand. Eindeutig konnte man aber sehen, dass die Band spielfreudig aufgelegt war.

Die allesamt sehr kurz gehaltenen Songs erweckten den Eindruck eines voluminösen Stakkato, das auf die Zuschauer niederprallte. Zudem wurden die Ansagen zwischen den Songs sehr rar gesät, sodass Verschnaufpausen an nicht einmal einer Hand abgezählt werden konnten. Von vorne bis hinten geht die Band steil und zusammen mit den gelungenen und abwechslungsreichen Songs machte das Ganze viel Spaß!

Trotz mittelmäßigem Sound ein guter Konzertabend

Freiburg: Live in der Trompete, Bochum

Während mich NO°RD live also leider nicht vollends überzeugen konnten, gefielen mir Freiburg umso besser. Ein Konzert kann man sich also definitiv anschauen. Da gibt es dann guten Punk um die Ohren und die Songs wissen live zu gefallen! In der näheren Zukunft gibt es natürlich noch einige Möglichkeiten, die Band live zu sehen. An diesem Wochenende spielen sie zum Beispiel als Support für Love A auf den beiden Konzerten in Hamburg und Berlin. Anbei alle aktuell bekannten Konzertdaten:

  • 22.01. – Hamburg, Uebel und Gefährlich
  • 23.01. – Berlin, Lido
  • 06.02. – Köln, Limes
  • 18.03. – Trier, Lucky’s Luke
  • 19.03. – Rastatt, Art Canrobert

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