Fotos: Charles Engelken, noisiv.de

Freiburg aus Gütersloh haben in diesem Jahr ihren zehnten Band-Geburtstag gefeiert. Zum Anlass dessen gab es vor kurzem eine kleine Tour durch Köln, Hamburg und Berlin. Die Rote Flora war der Austragungsort des Konzertes in der Hansestadt und der linke Sammelpunkt war der ideale Spielplatz.

Unterstützt wurden die Emo-Punker von Rauchen und Auszenseiter. Erstere spielten schnellen Hardcore-Punk mit weiblichen Scream-Vocals – auf dem Papier eine durchaus interessante Kombination, die live (zumindest bei mir) aber nicht so recht zünden wollte. Zu sehr ähnelten sich die verschiedenen Songs, zu unverständlich waren die Scream-Vocals. Nach knapp 20 Minuten war das Set dann aber auch schon wieder vorbei, denn die Songs des jungen Quartetts sind allesamt sehr kurz gehalten.

Anschließend dann die Auszenseiter. Irgendwo zwischen Post-Hardcore und Screamo mit Freiburg-Gitarrist Tom am Bass und sehr überzeugend. Variabler Sound, originelle Ideen und viel Leidenschaft waren hier zu beobachten. Etwa 30 Minuten dauerte das Set, meinetwegen hätte es auch ruhig noch weiter gehen können, denn überdrüssig wurde man dem Geschehen zu keinem Zeitpunkt.

Zu guter Letzt dann der Höhepunkt des Abends: Freiburg mit einem monatelang eingeprobten 53-minütigen Set, bestehend aus 21 Songs. Ohne großes Gelaber wurden die Songs richtig gut und dynamisch durchgeballert. Die Crowd hat gut mitgebrüllt bei der großartigen Setlist.

Insgesamt war es mit Abstand das beste Konzert, das ich bisher von der Band gesehen habe, was auch an der Atmosphäre in der Roten Flora liegen dürfte. Nun darf man gespannt sein, was man von Freiburg in Zukunft zu hören und sehen bekommen wird. Eigentlich wäre die Zeit ja so langsam reif für ein neues Album. Vorher werden sie sich aber wohl noch ein wenig von diesen drei besonderen Geburtstagskonzerten erholen müssen.

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