Am vergangenen Donnerstag spielten Freiburg und Lygo im Oberhausener Druckluft – für mich persönlich drei Konstanten, denn beide Bands habe ich bereits live gesehen und in den alten Punk-Schuppen zieht es mich ja sowieso ständig. Manch einer mag bei einer solchen Konstellation zufrieden abnicken und auf ein erneutes Konzert verzichten; ich für meinen Teil nahm das Konzert als Gelegenheit wahr, mich zum ersten Mal um den Vatertag zu freuen – also ab dahin!

Lygo beginnen explosiv

Lygo im Duckluft, Oberhausen

Mieses Smartphone-Foto: Charles Engelken, noisiv.de

Das Bonner Punkrock-Trio übernahm einmal mehr den Support-Slot und hätte diese Aufgabe wieder einmal nicht besser meistern können. Das Set wurde mit dem Opener der aktuellen „Misere“-EP „Da sind Fragen“ eingeleitet. Mit ihrer explosiven und wütenden Musik hatten sie die Menge sofort auf ihrer Seite, sodass im Verlaufe des Auftrittes sogar kleinere Moshpits zu beobachten waren – bei der Support-Band! Das wiederum kam auch bei der Band an, sodass Simon, Gitarrist und einer der beiden Sänger, immer wieder sympathisch grinsen musste.

Über den Verlauf des Sets wurde alle „Misere“-Songs sowie mehrere Stücke des Debütalbums „Sturzflug“. Eines haben alle Songs gemein: Es geht nach vorne, es ist mitreißend, es macht Spaß! So viel Spaß, dass Lygo nach dem abschließenden „Fosca“ noch eine kleine Zugabe spielten – noch einmal: Als Support-Act! Auf wunderbare Art und Weise wurde man also auf Freiburg heiß gemacht, die nach einer kurzen Umbaupause folgen sollten.

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Freiburg schreien sich an

Freiburg 05

Nach besagter Umbaupause legten Freiburg also los. Ohne große Umschweife gaben sie mit „Der Fall ins Messer“, dem Opener ihres aktuellen Albums „Brief & Siegel“ das Signal zum Start in ein energiegeladenes und lautes Konzert. Der Fokus lag vor allem auf den Songs des aktuellen Albums, sodass unter anderem „Sein Spaten“, „Sommer, Roggen und er“ sowie „Es ist vergangen“ als Abschluss gespielten wurden.

Auffällig ist weiterhin das Setup der Band, denn die Mikrofone der beiden Sänger Tom und Joppi stehen sich gegenüber, sodass ein besonderer Fokus entsteht, wenn sie sich beim Gesang abwechseln oder gleichzeitig schreien – „Große Träume, wa?“ ist dafür ein vortreffliches Beispiel. Hier stecken Überlegungen sowie Liebe zum Detail drin und sie wirken wunderbar!

Alles in allem hat der Abend genau das gehalten, was er im Vorfeld versprach: Zwei tolle Bands in einem der schönsten und ältesten (Punker-)Schuppen des Landes. Dazu dann noch das tolle Wetter, das an dem Tag herrschte und fertig ist ein toller Konzertabend. Lygo und Freiburg sind Bands, der man auf der Bühne anmerkt, dass sie voll hinter dem stehen, was sie machen und das ist am Ende des Tages immer noch das Wichtigste.

Danke für die Fotos an Rabea Kroppach

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