Move SystemsMan sollte keinen Menschen mit schlechten Kopfhörern irgendwo aussetzen. Erst recht nicht auf der Autobahn. Viel zu laut. Obwohl, Georgia könnte vielleicht gegenhalten. Als Drummerin, Sängerin, Produzentin und Komponisten ist sie inzwischen laut genug, um den Umsturz von Systemen zu fordern. Move Systems ist das Debüt der jungen Frau aus London, die mit Einflüssen aus Punk, Hip-Hop und Dub versucht die Popwelt zu verändern. Und das könnte klappen.

Nein, nein. Sie ist nicht Lorde, auch wenn ein paar Ähnlichkeiten ins Auge springen. Die visuelle Umsetzung von Rollo Jackson zeigt das neue Signing von Domino Records (u.a. Arctic Monkeys, Franz Ferdinand, The Kills) neben verlassenen Spielhöhlen und Bars auch vor einem Regal gespickt mit Perrücken jeglicher Couture. Dazwischen exzessiv-wilde Tanz- und Drumeinlagen. Von letzteren konnten bereits Acts wie Kwes und Kate Tempest bei Gigs und Aufnahmen erfolgreich profitieren.

“Ain’t no one gonna tell us that we ain’t going to move systems” ist nur der erste Ausruf der jungen Multiinstrumentalistin. Noch mag Georgia an der ersten Platte schrauben, jedoch lässt sich bereits größeres erwarten. Schönes Detail: die Produktion wie Komposition übernimmt die Ein-Frau-Armee komplett selbst. Ein Releasedate ist uns aber leider noch nicht zu Ohren gekommen. Wir bleiben dran.
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