2015-07-29_224925

Dass Google vor einer Weile mit „Deepdream” ein aufmerksamkeitsstarkes Experiment mit künstlicher Intelligenz gestartet hat, wird dem einen oder anderen bereits geläufig sein. Auch der dadurch entfachte Trend um die durch Deepdream generierten Bilder, die die Sicht des Programms auf ein Foto abbilden¹, wird gerade ordentlich durch’s Netz getrieben. Mittlerweile besteht auch die Möglichkeit, ganze Videos von Deepdream betrachten und sich die Ergebnisse auswerfen zu lassen. Das hat der österreichische Rapper Gerard genutzt, um mit seiner neuen Single „Höhe fallen” laut eigener Aussage das weltweit erste Musikvideo zu präsentieren, das im Deepdream-Stil daherkommt.

2015-07-29_224936

Dieser ist bei Betrachten des Videos – bestenfalls in Full HD! – auch sofort zu erkennen. Die Deepdream antrainierten Objekte mischen sich mit dem an sich recht einfach gehaltenen Clip, in dem Gerard seinen Song rappt. So ergibt sich mit jedem einzelnen Frame eine neue, surreale Welt, die sich besonders aus Bildern von Hunden und allerlei weiterem Getier zu einem hypnotischen Gewusel zusammenfügt. Das tatsächliche Bild rückt dabei schnell in den Hintergrund, ist im Vollbildformat teils gar nicht mehr genau auszumachen.

Das moderne Instrumental von „Höhe fallen” passt zu jener neuartigen Visualisierungsmethode wie die Faust aufs Auge. Die Synthies wabern, die Drummachine gibt tackernd den Beat vor und dazu besingt auch Gerards teilweise von Pitch-Effekten überlagerte Stimme den Willen zur Progressivität:

„Machen wir ’nen Schritt zurück, dann nur um Anlauf zu nehmen und zu springen. Wir werden in die Höhe fallen!”

Gerard nimmt mit dieser besonderen Videosingle Anlauf in Richtung seines vierten Albums mit dem passenden Titel „Neue Welt”, das uns am 4. September erwartet.

[asa]B0128Y8TAI[/asa]

¹ Man verzeihe mir, wenn ich Quatsch erzähle – so gut bin ich bei dem Thema noch nicht informiert!