godzilla

Aus Würzburg stammen diese vier Herren, die sich den schön langgezogenen Namen Godzilla Was A Friend Of Mine verpasst haben. Mit „Life and Function“ veröffentlichen sie am 26. Juni ihre zweite LP über das ebendort angesiedelte DIY-Label Krimskramz.

„Faithful Patrones“ eröffnet das Werk, die emotionsgetränkte Stimme von Sänger Mathias klingt tatsächlich sehr undeutsch, mehr wie die von amerikanischen Emo-Bands wie La Dispute, die auch stilistisch als Vergleich für die Musik von GWAFOM herhalten können. Melodische Gitarrenwände zwischen Postrock-Atmosphäre und Punk-Härte treffen auf treibende Drums und Basslines. Gerade letztere sind sehr präsent auf Songs wie „Pelican“, das mit seinem ausufernden und gebrüllreichen Outro richtig nahe geht.

Hits and hearts were broken and fixed by songs and the hymns of our times. Rather live or rather die? The concerns lived while the consciousness died!

Ruhiger gehen GWAFOM es zunächst in „Golden Puma“ an, das mit Chor-Backings und wunderbar melodischen Gitarrenriffs eine Atmosphäre aufbaut, lafdie dann im mathrockig anmutenden C-Teil wieder durchbrochen wird – oder doch eher erweitert? Denn trotz des runden Gesamteindrucks ist die Soundwelt dieser Band sehr vielseitig und variabel, die Songkonstrukte stets durchdacht. „Paper Cuts Skin“ baut eine enorme Spannung in den rumpelnden Strophen auf, die sich im Verlaufe des Tracks in einem markerschütternden Ausbruch entlädt.

Mit Feedbackgewittern und dröhnenden Postpunk-Bässen in „Waves Inside“ und dem abschließenden Titelstück bringt das Quartett „Life and Function“ an die Höhepunkte der Atmosphäre, die sich in den zehn Songs mal gewaltiger, mal behutsamer entfaltet. Zwischen all den Post-Genres finden die Würzburger ihre eigenen Nische und wissen sie mit ihrem satten Klangbild auch perfekt auszufüllen.