Goldroger Avrakadavra Cover

Wie lange ist „Avrakadavra“, das Debüt-Album von Goldroger, nun draußen? Ein aufmerksamer Leser kläre mich auf! Doch auch, wenn das gute Ding schon ein paar Wochen auf dem Buckel hat, ist dies definitiv eines dieser Lieblingsalben.  Eines, dass man immer wieder herauskramt aus der Sammlung, um es an einem Sonntag beim Wäschezusammenlegen zu hören.

Ich gestehe, dass es bei mir zunächst eine Initialzündung brauchte. Gekauft habe ich das Album nämlich erst nach Goldrogers Support-Gig beim Moop-Mama-Konzert in Hamburg. Leider war mir am Merch-Stand nicht klar, dass mir tatsächlich auch die Produzenten von „Avrakadavra“, Dienst & Schulter, die Hand reichten. Schande auf mein Klugscheißer-Haupt.

Doch nicht nur Rapper Keno ist Fan des Sympathischen Rappers, sondern auch Newcomer Julian Philipp David – darüber mehr in Kürze! Nun zurück zum Album. Aufgezogen wird es als psychedelischer Trip ins Land der verzerrten Gitarren und bunten Farben und diese Hippie-Ästhetik steht der fleischgewordenen Manga-Figur wirklich gut zu Gesicht.

Die Instrumentals lassen den Geschichten Goldrogers den benötigten Raum, doch können der Platte auf voller Länge dennoch ihren Stempel aufdrücken. Dienst &  Schulter: We are watching you! Auch wenn die 70er als musikalische Referenz dienen, geht es inhaltlich um weitaus mehr als freie Liebe und Drogenkonsum.

Obwohl, rauchen tut Goldroger dann doch wieder. Aber nein, darum geht’s hier ja nicht. Vielmehr geht es darum, eine grundsätzlich linke Haltung mit der kapitalistischen Wirklichkeit in Einklang zu bringen. Goldroger versucht seinen Platz auf diesem Planeten zu finden. Ist das jetzt sowas wie ein intelligenteres, reflektierteres Coming-of-Age-Album?

Hach, es ist schwierig. Bestimmt hätte manch anderer so ein Album an die Wand aus Belanglosigkeit und Wiedersprüchen gefahren. Goldroger schüttelt stattdessen einfach so ein saustarkes Album aus dem Arm.

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