Goodbye Fairground

Foto: Fabian Hoffmann

Nachdem Goodbye Fairground 2013 ihr Debütalbum „I Started With The Best Intentions“ veröffentlichten, machte die Gruppe einiges durch. Das Sextett verlor drei Bandmitglieder und agiert in neuer Besetzung inzwischen als Quintett. Eine solche personelle Umstellung steckt man als Band nicht einfach so weg – das lässt sich wohl ziemlich sicher so festhalten.

Goodbye Fairground - I Don't Belong Here Anymore (Album-Cover)

Nichtsdestotrotz veröffentlichen sie nun ihr zweites Album „I Don’t Belong Here Anymore“. Darauf sind elf neue Songs zu finden und man erkennt: Goodbye Fairground haben es immer noch in sich – und wie! Da steckt Kraft drin, da strömen Leidenschaft und Überzeugung aus jeder verfügbaren Pore, sodass man nicht unbeeindruckt dastehen kann.

Ob sie nun in „Wilhelm II“ alle gemeinsam markerschütternd „Take Me Back“ rufen oder in „Rational Dreams“ einen unwiderstehlichen Rhythmus aufziehen – Goodbye Fairground treffen immer ins Schwarze. Die rauchige Stimme von Benjamin Bruns bringt dabei unglaublich viel rüber. Das beste Beispiel ist „Macguffin“, wo es um eine zerbrochene Beziehung geht. Speziell dieses Thema wurde in der Vergangenheit von so vielen Künstlern so oft behandelt; man könnte meinen, dass es komplett ausgelutscht wäre. Nichtsdestotrotz schafft die Band es, dass man diese Überzeugung sofort über Bord wirft und gebannt zuhört.

Ja, Vergleiche zu Gaslight Anthem, Against Me! und dergleichen wurden und werden bei Goodbye Fairground ständig angebracht, mögen ihren Bestand haben, gehen vor allem aber auf den Zeiger. Warum immer alles mit jedem vergleichen und die Qualität, die die Gruppe zweifelsohne hat, damit in den Boden reden? Weshalb die Musik nicht einfach für sich betrachten, statt alles in Schubladen stecken zu wollen? Das zumindest hätten Goodbye Fairground mehr als verdient, wenn man sich „I Don’t Belong Here Anymore“ anhört.

Jeder der elf Songs ist gelungen und funktionieren auch im Gesamtkontext zueinander. Ob sie es nun etwas langsamer angehen lassen oder so richtig nach vorne gehen; hört man Songs, wie „Leaving The Green House“ und das titelgebende „I Don’t Belong Here Anymore“, ist es einfach verdammt hörenswert!

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