Foto: Alessandra Leimer

Große Features bei KEXP oder NPR Tiny Desk hat sie bereits hinter sich. Portlands Folktalent Haley Heynderickx schafft es, mit ihrer authentischen Art und ihrer gefühlvollen Stimme auch über die Staatsgrenzen hinaus zu überzeugen. Mit ihrem Debütalbum „I Need To Start A Garden“ wagt sie die Balance zwischen Selbstoffenbarung und Selbstschutz und lädt ein, die Schätze ihres musikalischen Gartens zu teilen.

In Haley Heynderickxs Stimme liegt etwas Tieferes begraben, als anfänglich gedacht. „No Face“ eröffnet ihr Debütalbum auf ruhige und besonnene Art. Die Stimme der jungen Künstlerin wirkt herrlich zerbrechlich. „The Bug Collector“ erinnert, durch das sanfte Zupfen der Akustikgitarre und die gekonnt eingesetzte Posaune, an Folk aus den 60er- und 70er-Jahren.

Mein heimliches Lieblingsstück „Jo“ begeistert durch große Emotionen und brennt sich unweigerlich ins Gedächtnis. Für meinen Geschmack nimmt die Mitte des Albums leicht ab, doch spätestens mit „Oom Sha La La“ hat mich Haley Heynderickxs wieder zurück. „Drinking Song“ regt zum Nachdenken an und rundet das gelungene Debüt „I Need To Start A Garden“ stilvoll ab.