Half Girl: Live im Hafenklang, Hamburg

Kürzlich erst veröffentlichten die Berlinerinnen von Half Girl ihr Debütalbum „All Tomorrow’s Monsters“. Passend dazu sind sie aktuell auf Tour unterwegs – unter anderem machten sie Station im Hamburger Hafenklang. Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen, da mal vorbeizuschauen. Vorweg sei gesagt: Es hat sich gelohnt!

The Small Forwards bringen auf Betriebstemperatur

The Small Forwards: Live im Hafenklang

Den Support übernahmen The Small Forwards aus der Hansestadt. Das Trio, bestehend aus Ole Greifsmühlen, Basti Dietrich und Robert Schröder, spielt eine eingängige, tanzbare und verträumte Mischung aus Indie- und Folk-Elementen, die sich definitiv hören lassen kann.

Die Gruppe ist noch sehr jung, bisher gibt es lediglich zwei Demo-Songs bei Bandcamp. Die transportieren aber schon recht gut, worum es dem Trio geht: Musik, die zur Bewegung einlädt und dabei auch nachdenkliche Texte nicht vergisst. Irgendwie eine ganz tolle Mischung, die einem vor allem nach der typischen Einhör-Phase nicht mehr aus dem Kopf geht.

Half Girl hulden Lemmy

Half Girl: Live im Hafenklang, Hamburg

Nach einer relativ kurzen Umbaupause übernahmen dann Half Girl die Bühne. Bereits in meiner Rezension ihres Debütalbums „All Tomorrow’s Monsters“ vermutete ich, dass sich ihre Musik eher für die Bühne, als für den Plattenspieler eignet und genau das war dann auch der Fall. Live kommt der Vintage-Garage-Sound sehr viel besser rüber und wenn Gitarristin Vera Kropf über die Bühne tänzelt, steckt das irgendwie an.

Half Girl: Live im Hafenklang, Hamburg

Die Songs verbreiteten gute Laune und ließen die Leute schon früh tanzen. Dazu zeigte sich auch die Band gut gelaunt und spielfreudig. Immer wieder waren lockere und witzige Sprüche drin und auch die Songtexte lassen einen oft schmunzeln. Die Setlist ging dabei quer durch das Album: Von „Mojo“ über „Bootyman“ und „Narzissten“ wurden fast das gesamte Album gespielt. Natürlich durfte auch „Lemmy, I’m a Feminist“ nicht fehlen.

Insgesamt war ich positiv überrascht, fühlte mich jedoch auch gleichermaßen bestätigt. Half Girl kann man sich live definitiv anschauen und man wird auf jeden Fall Spaß dabei haben – auch, wenn einem das Album nicht unbedingt zusagt.

Half Girl auf Tour

  • 29.09.16 – Karlsruhe, Kohi
  • 30.09.16 – Nürnberg, K4
  • 01.10.16 – Leipzig, Handstand und Moral
  • 12.10.16 – Schorndorf, Club Manufaktur
  • 13.10.16 – Freiburg, Slowclub
  • 14.10.16 – Kassel, Goldgrube
  • 16.10.16 – OFFENBACH, Hafen 2
  • 11.01.17 – München, TBA
  • 12.01.17 – Regensburg, Alte Mälzerei
  • 13.01.17 – Wels, Alter Schlachthof
  • 14.01.17 – St. Pölten, Vinzenz Pauli
  • 15.01.17 – Feldkirch, Graf Hugo
  • 16.01.17 – Innsbruck, Weekender
  • 17.01.17 – Graz, TBA
  • 18.01.17 – Wien, Rhiz

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