Everlaunch | Fotos: Jasmin Reckers, noisiv.de

Am 20. Mai fiel an keinem geringeren Ort als in Scheeßel der Startschuss für die Festival-Saison. Das kleine Festival, welches direkt am Industriegebiet unweit des Bahnhofs liegt, fand dieses Jahr bereits zum vierten Mal statt.

In familiärer Atmosphäre bei strahlendem Sonnenschein konnten Festival-Liebhaber ihren Bierdurst bei guter Musik löschen. Neben zahlreichen Leckereien aus der Umgebung, gab es allerhand weitere Specials. Überall liefen grün behütete Menschen über das Gelände, die von einer Versicherung verteilt wurden.

Turbulenzen

Im Vordergrund stand aber selbstverständlich die Musik! Den Anfang machten Turbulenzen, eine Rock-Cover-Band aus Scheeßel, die es als erste Band wie immer ein bisschen schwierig hatte. Nichtsdestotrotz hat die Band einen tollen Start für den Festival-Tag hingelegt.

Holly Would Surrender

Als erster Hauptact durfte die Punkrock-Band Holly Would Surrender aus Hamburg auf die Bühne. Wer auf Bands wie Sum 41 und Blink 182 steht, sollte sich die Jungs unbedingt mal geben. Mich haben sie auf jeden Fall überzeugt und auch, wenn die wenigsten die Band wahrscheinlich kannten, wurde spätestens bei dem Cover-Song „Boom Boom Boom Boom“ der Venga Boys das Tanzbein geschwungen!
Am Rande des Festivals traf ich mich mit den Jungs noch auf ein Interview, welches ihr in den nächsten Wochen bei uns erwarten dürft!

Anchors & Hearts

Als dritter Act standen Anchors & Hearts auf Heimat Festival-Bühne. Die Jungs aus dem nahen Umkreis meiner Heimat reißen mit ihrem Melodic Hardcore jedes Festival auseinander. Die Bühnenpräsenz der Jungs trieb viele Fans nach vorn um mit Anchors & Hearts zu feiern. Eine Konfetti-Kanone war der krönende Abschluss ihres Auftritts und dürfte auch dem letzten Miesepeter ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben!
Auch hier könnt ihr euch in den nächsten Wochen noch auf ein Interview freuen!

Odeville

Unsere Lieblings-„Boyband“ aus Hamburg durfte beim Heimat Festival natürlich auch nicht fehlen. Mit ihrem Pop-Rock sind Odeville eventuell ein bisschen massentkompatibler und zogen damit Jung und Alt vor die Bühne. Dass die Herren jede Menge Spaß auf der Bühne hatten, kam auch bei dem Publikum gut an und weckte bei dem ein oder anderen noch ein paar Frühlingsgefühle. Ein großartiger Auftritt der sicher noch lange im Gedächtnis bleiben wird!

Everlaunch

Ein ganz besonderes Highlight des Abends war der Auftritt von Everlaunch. Seit den Anfängen des Festivals wünschten sich die Initiatoren diese Band auf ihre Bühne. Doch die Band verschwand die letzten vier Jahre von der Bildfläche. Dieses Jahr wurde der Wunsch endlich Wirklichkeit, denn Everlaunch feierten beim Heimat Festival ihr Bühnen-Comeback. Mit der untergehenden Sonne im Hintergrund ein traumhaft schöner Moment, der sicher in die Geschichte der Heimat Festival-Historie eingehen wird!

RAZZ

Mein absolutes Highlight an diesem Abend: Razz! Ich liebe diese handgemachte Indie-Musik mit Blues-Rock Einschlägen. Hinzu kommt die unverkennbare Stimme von Sänger Niklas. Neben ihren alten Hits, wie beispielsweise meinem alltime Favorit „Black Feathers“, spielten die Jungs vier neue Songs des bald erscheinenden Albums. Zauberschön sag ich euch! Ich war in dem Augenblick bestimmt die glücklichste Person auf dem Gelände – glaube ich zumindest.

Rantanplan

Und eine weitere Hamburger Band durfte natürlich nicht fehlen: Rantanplan! Unsere Ska-Punker des Herzens waren die Headliner des Abends und zeigten mal wieder vollen Körpereinsatz. Das Publikum ging ab wie ein Zäpfchen und auch die neuen Hits der im Januar veröffentlichten Platte „Licht und Schatten“ saßen bereits wie eine 1! Auch wenn der Abend hier noch nicht zu Ende war, war die Party mit Rantanplan der krönende Abschluss einen fantastischen Festival-Line-ups.

Schluck den Druck

Im Anschluss an das „reguläre“ Festival-Programm, gab es noch eine Aftershowparty mit Schluck den Druck. Die Jungs zogen das komplette Festival noch einmal auf Links. So konnte man seine letzten Bierchen vor dem Ende noch in vernünftiger Party-Atmosphäre genießen bevor es wieder Richtung Heimat ging.

Ein gelungener Festival-Start, den ihr euch im nächsten Jahr auf keinen Fall entgehen lassen solltet. Ich bin gespannt, welche tollen Bands uns dann erwarten werden. Ich denke, die Crew hat sicher schon die ein oder andere Idee und wird im nächsten Jahr noch ein drauf setzen! Ich werde auf jeden Fall wieder mit dabei sein und bedanke mich an dieser Stelle auch noch einmal für die Möglichkeit Holly Would Surrender und Anchors & Hearts interviewen und alle anderen Bands fotografieren zu dürfen. Hut ab Mädels und Jungs!

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