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Heisskalt sind gerade auf „Vom Wissen Und Wollen“ Tour und haben am Sonntag dem Knust die Ehre erwiesen. Mit von der Partie waren auch Lygo als Support-Act. Draußen sind es gerade Mal 8° C, der Sommer ist also tatsächlich vorbei. Das macht aber nix, denn im Knust ist es am Ende so heiß, dass der Schweiß von der Decke tropft und der harte Kern vor der Bühne klitschenass ist.

Lygo legen vor

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Daniel, Jan und Simon, das sind Lygo aus Bonn. Die Jungs haben bereits im April ihre EP „Misere“ veröffentlicht und mit ihrem eingängigen deutschen Punkrock die Fans von Heisskalt direkt auf ihrer Seite. Simon und Jan schreien sich die Seele aus dem Leib, während Daniel das Schlagzeug malträtiert. Songs wie „Schiffe versenken“ und „Störche“ dürfen natürlich nicht fehlen! Da bleibt auch bei den meist faulen Hamburgern kein Tanzbein still.

Eine halbe Stunde später schließt das Trio sein Set mit „Fosca“. Es soll an diesem Abend aber nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Lygo auf der Bühne stehen. Besser hätte man sich für Heisskalt jedenfalls nicht aufwärmen können! Ein gelungener Support-Act, der ganz sicher nicht mehr lange „nur“ Support spielen darf.

Heisskalt machen Dampf!

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Nach der Umbauphase kann es endlich losgehen. Das Publikum ist eine wilde Mischung aus Jung und Alt, wobei ich mir ehrlich gesagt doch ein wenig sehr erwachsen vorkomme, und das mit gerade mal 30 Jahren.

Egal, hier soll es schließlich um die Musik gehen! Marius, der Schlagzeuger von Heisskalt und einer der abgefahrensten Drummer die ich kenne, ist der Erste der die Bühne betritt. Philipp (Gitarre) und Dani, der extra für die Tour als Basser akkreditiert wurde, folgen. Fehlt nur noch Matze mit seinen Gold lackierten Fingernägeln und das Inferno kann starten.

Die Songs der Jungs bestechen durch ihre krassen Intros, Philipp hat mit seinem Tross an Effektgeräten ordentlich was zu drücken und zu drehen. So geht richtig guter Sound!

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Matze erzählt, dass ihnen 50 Euro geboten wurden, wenn sie „Atemlos“ von Helene Fischer als Opener spielen, glücklicherweise wurde uns das erspart. Wir lauschen dann doch lieber Songs wie „Angst hab“, „Tanz Tanz“ und Co. Backliner Pommes hat auch alle Hände voll zu tun, fast nach jedem Lied bekommt Matze eine neu gestimmte Gitarre in die Hand gedrückt. Vor der Bühne geht währenddessen richtig die Lutzi ab, es wird mitgesungen und getanzt als gäbe es kein Morgen – Moshpit inklusive.
Die Show der vier hätte wahrscheinlich noch eine Stunde länger gehen können, zu viele Songs die gespielt werden wollen. Die beste Lösung dafür ist ein Medley, um so viele Songs wie möglich unter die tanzwütige Meute zu bringen. Eingeleitet mit „Still“ über „Hallo“ bis hin zu „Dezemberluft“ wird kein Klassiker ausgelassen.

Eigens für die Tour, wurde mit Lygo und LIRR. ein Song produziert. Kein Wunder also, dass sich Lygo nicht lumpen lassen bei „Leben Wert“ erneut die Bühne mit Heisskalt zu rocken. Das Knust explodiert förmlich! Die Bühne ist mit sieben Leuten auf jeden Fall voll, da kann man sich auch gegenseitig mal auf die Füße oder Kabel treten. Aber das interessiert hier niemanden, die Jungs ballern den Song voller Leidenschaft in das ausverkaufte Knust.

Es war ein großartiges und schweißtreibendes Konzert! Beide Bands haben bewiesen, warum es sich lohnt, immer und immer wieder auf Konzerte zu gehen!

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