Foto: Carsten Göke

Produzent Olaf Opal sagt über sie „Datt is ’ne geile Band. Psychedelic 60’s mit Bock und ’n bisschen Hipsterkrams.“ und fängt den Charme der Hamburger Band Helgen gekonnt ein. Helge, Niklas und Timon veröffentlichen am kommenden Freitag ihr Debütalbum „Halb oder gar nicht“ und treffen damit den Zeitgeist. Ist das zu hoch gegriffen? Wer weiß. Meinen Geist treffen sie zumindest. Genau und ohne Umwege. Das war schon klar, als ich Helgen auf der Altonale Pop Nacht vor zwei Jahren für mich entdeckt habe.

Mein erster Gedanke, nachdem ich „Halb oder gar nicht“ das erste Mal am Stück durchgehört habe: Der Typ kann texten, und wie! Die Lyrics der fünfzehn Songs schweben zwischen Poetry Slam, einem Klönschnack mit dem besten Freund und Gedanken, die man am liebsten nur für sich behält. Genau diese Mischung macht es aus. So ist „Fernsehturm“ beispielsweise mit dem Songtextfetzen „Ich glaube an dir ist so vieles schlecht, und so vieles nicht.“ gnadenlos ehrlich.

Hört man „Nackt“ in der Bahn, muss man die Lautstärke der Kopfhörer unweigerlich so laut stellen, dass alle mithören können. Der Kopf nickt von ganz allein im Takt dieses fesselnden Stückes. „Hamburg & Amsterdam“ macht Gänsehaut und berührt durch Worte wie: „Und die Wahrheit ist, dass ich dich vermiss. Und das es gelogen war, dass es mich nicht trifft.“. Ein absolutes Highlight des Debütalbums von Helgen.

„Alles was wahr ist“ und „Paul & Peter“ sind die Kracher, die live besonders viel Spaß machen werden. Wer da nicht tanzt, hat was verpasst. Der Titelsong „Halb oder gar nicht“ rundet das Album schlussendlich gebührend ab. Wer jetzt Lust hat die drei sympathischen Nordlichter live zu sehen, kann dies auf ihrer Tour im Herbst machen. Und bei der Vielzahl an Terminen, wird ein Konzert in deiner Nähe dabei sein. Keine Sorge!

Helgen: Halb oder gar nicht – Albumtour

  • 04.10. – (DE) Dresden, Ostpol
  • 05.10. – (AT) Wien, Kramladen
  • 06.10. – (DE) Nürnberg, club stereo
  • 07.10. – (DE) Leipzig, Moritzbastei / Ratstonne
  • 08.10. – (DE) Berlin, Auster Club
  • 09.10. – (DE) Hannover, Lux
  • 11.10. – (DE) Kiel, Schaubude
  • 12.10. – (DE) Rostock, Helgas Stadtpalast
  • 13.10. – (DE) Göttingen, Nörgelbuff
  • 14.10. – (DE) Stuttgart, Cafe Galao
  • 15.10. – (DE) Ludwigshafen, das Haus
  • 17.10. – (DE) München, Milla
  • 18.10. – (DE) Frankfurt, Ponyhof
  • 19.10. – (DE) Düsseldorf, Pitcher
  • 20.10. – (DE) Köln, Stereo Wonderland
  • 21.10. – (DE) Münster, Cafe Sputnik
  • 22.10. – (DE) Hamburg, Knust