Hi! Spencer

Foto: Andreas Hornoff

Es ist das vermutlich heißeste Wochenende des Jahres. Nur noch wenige Stunden bis Hi! Spencer die Bühne des Hütte Rockt Festivals betreten. Diese Stunden, die die Band, bei 36 Grad im Schatten, mit zwei anderen Protagonisten in einem Bulli ohne Klimaanlage verbringen. Diese zwei Protagonisten sind die Blogger Nils und Torsten vom Internetblog DÜT & DAT!

Das ist die perfekte Einleitung um unser bisher größtes Projekt vorzustellen. Ich, in diesem Fall Torsten, habe Anfang des Jahres den Internet-Blog www.duetundat.net gestartet. Ein Blog über kreative Menschen in Norddeutschland. Mein Freund und Kommilitone Nils schreibt ebenfalls ab und an für diesen Blog oder unterstützt mich bei großen Projekten. So auch geschehen in diesem Fall.

Hi Spencer @ #Abgefahren

Foto: Screenshot YouTube / duetundat.net

Wir haben uns mit der Band Hi! Spencer getroffen und ein Band-Interview der etwas anderen Art geführt. Innerhalb von 30 Minuten haben wir es geschafft mit der Band kleine Spiele zu spielen, Bandbrause zu trinken, in der dunklen Internetvergangenheit zu wühlen oder, und das ist das Wichtigste, ihre neue Platte „In den Wolken“ vorzustellen.

Bevor ich jetzt aber alles vorwegnehme schaut euch gerne erst das Interview an. Danach kommt ihr wieder und lest einen kleinen Erfahrungsbericht über dieses Projekt. Praktisch ein Blick hinter die Kulissen.

In diesem Sinne aber nun viel Spaß und gute Unterhaltung. Lasst gerne euer Feedback da :)

Willkommen zurück. Freut mich, dass Du einen kleinen Blick hinter die Kulissen werfen willst. So ein Projekt wie dieses will gut geplant sein. Vor allem, wenn man noch keinerlei Routine oder Erfahrung in diesem Bereich hat. So kam es auch, das bereits mehrere Monate vor dem eigentlichen Dreh die ersten Planungen anfingen.

Der erste Kontakt mit Hi! Spencer kam als Nils (ihr wisst schon der andere Blogger) einen Gastbeitrag auf duetundat.net über die Band veröffentlichte. Ich persönlich kannte die Band vorher nicht und war eigentlich sofort von der Musik begeistert. Das sollte die eigentliche Geburtsstunde dieses Interview-Projektes sein.

Bereits Monate im Voraus schrieben wir die erste E-Mail, in der wir unsere Idee vorstellten. Glücklicherweise war das Feedback der Band positiv. Was sag ich; sie waren von der Idee begeistert!

Erste Treffen, ein gemeinsamer Tag beim Videodreh zur Single „Schalt mich ab“ und viele, viele WhatsApp-Nachrichten später wurde uns aber die erste Hürde in den Weg geworfen. Wie soll man sich mit allen fünf Bandmitgliedern auf einen Tag einigen, an dem wirklich alle Zeit haben. Naja. kurz gesagt: Das hat nicht funktioniert. Wir brauchten einen Tag, an dem alle an einem Ort sind. Das Hütte Rockt Festival.

Der Termin steht. Nun kommt es zur eigentlichen Planung. Was wollen wir genau machen? Wie wollen wir das umsetzen? Wie kommen wir auf das Festivalgelände? Kurzum. Fragen über Fragen.

Und ja. Wie ihr gesehen habt, haben wir, nachdem unsere Nerven auf die Probe gestellt wurden, das Telefon glühte und das Postfach explodierte, alles irgendwie hinbekommen.

Woher kommt das ganze Equipment?

Diese Frage brennt dem einen oder anderen, der etwas technikbegeistert ist, bestimmt. Im Folgenden erfahrt ihr also etwas zur technischen Umsetzung.

Für uns war von Anfang an klar, dass wir uns im „low budget“-Bereich bewegen werden. Wir konnten und können uns als Studenten kein Equipment im Wert von mehreren hundert Euro zulegen. Wir hatten keine einzige professionelle Kamera oder keine originale GoPro dabei. Alles was wir hatten waren „nur“ unsere Smartphones (iPhone 6s und Samsung Galaxy S7) und diverse Action-Cams, die wir in unserem Freundeskreis zusammengekratzt hatten. So wurde beispielsweise das ganze Konzertvideo zum Song „Traum“, das ihr am Ende gesehen habt, ausschließlich mit unseren Smartphones gefilmt. Insgesamt hatten wir sechs Kameras zur Verfügung. Naja. Abzüglich der einen, die während der Fahrt den Geist aufgegeben hat.

Thema „Tonaufnahme“, unser größtes Sorgenkind. Wir wollten uns nicht extra teures Equipment zulegen und haben aus diesem Grund nach Alternativen gesucht. Fündig wurden wir schließlich bei Ansteckmikrofonen für das Smartphone. Einstecken, anklemmen, fertig. Denkste.

Glücklicherweise haben wir die gesamte Technik einen Tag vorher in den gemieteten Bulli eingebaut und getestet. Die Tonaufnahmen? Nicht zu gebrauchen. Das hatte folgenden Grund: Der Motor dieses Bulli gab eine bestimmte Frequenz ab, die dazu führte, dass alle Aufnahmen unbrauchbar waren. Selbst eine ganze Nacht des Troubleshootings brachte keinen Erfolg. So hieß es hier improvisieren.

Letztendlich haben wir das „Tonproblem“ dann folgendermaßen gelöst: Vorne zeichneten unsere Smartphones, aufgrund der Videoaufnahme, die Stimmen von Fahrer und Beifahrer auf. In der mittleren Bank nutzten wir ein Samsung Galaxy S3 und für die letzte Reihe ein iPhone 4. Beide gehörten zwei Bandmitgliedern.

Im Nachhinein haben wir Tonspuren, so gut es ging, mit Audacity etwas aufgepeppt und das Bestmögliche rausgeholt.

Womit habt ihr das Projekt eigentlich geschnitten?

Diese Frage werde ich zum Schluss auch noch einmal kurz beantworten. Auch wenn es viele von euch verwundern wird.

Insgesamt habe ich knapp über 200 Cuts gesetzt (sagt man das so?). Ich habe dafür aber kein Final Cut Pro oder kein Adobe Premiere genutzt, sondern den Windows Movie Maker von Apple: iMovie. Und ja, das war ne kniffelige Arbeit, aber es hat trotzdem irgendwie geklappt.

Ja, das war ein langer Text, ein verhältnismäßig langes Interview und viele, viele Informationen auf einmal. Deswegen setze ich hier jetzt auch einen Punkt.

Wir hoffen euch hat das Projekt gefallen. Wir hatten Spaß; auch, wenn sehr viel Schweiß und Herzblut in dieses Projekt geflossen sind. Auch würden wir uns freuen, wenn ihr jetzt unserem Blog www.duetundat.net einen kleinen Besuch abstatten wollt. Habt ihr weitere Fragen zum Projekt? Kein Problem. Schreibt uns auf einfach auf Facebook oder eine Mail an torsten@duetundat.net!

Ein hervorragender Einblick in das Leben eines jungen norddeutschen Bloggers. Keine Frage also, dass wir von noisiv.de uns da sehr schnell drin wiederfinden konnten. Vielen Dank für diesen Gastbeitrag an Torsten und duetundat.net!

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