Gut zwei Wochen ist es her, dass ich auf dem Hurricane-Festival 2011 war. Bis hierhin folgte eine Zeit von Erholung und Verarbeitung der Erlebnisse.
Es begann alles an einem Donnerstagmorgen, nein, eigentlich schon am Mittwochabend, da wir dort unseren Bus beladen hatten – das war aber eher unspektakulär.

Wie gesagt, Donnerstag ging es dann los. Um 10 Uhr. In einem roten Bus. Ich, Mann, und drei, Frauen… :D „Das kann ja was werden“ dachte ich erst, doch es lief ganz rund ;-)Gefahren sind wir dann in einer Kolonne von 8 Autos von Cuxhaven aus Richtung Scheeßel – waren auch dann nach gut 2 Stunden problemlos dort angekommen.
Es war dann also 12 Uhr. Wir wussten zwar, dass die Campingplätze erst gegen 14:30 Uhr öffnen, doch war uns nicht bewusst, dass dann auch erst die Armbänder ausgegeben werden. Also standen wir erstmal 2 Stunden mehr oder weniger viel bepackt in der Schlange bis es dann endlich losging.


Um es kurz zu fassen, um 17:45 Uhr hatte ich mein Baby-blaues Bändchen um meinen Arm. Mehr oder weniger gefrustet von der langen Wartezeit, u.a. im Regen, ging es dann auf die Suche nach unserem Camp. Da wir alle recht zerstreut durch die Bändchenvergabe gekommen sind, hatten wir auch unabgesprochen 2 Camps, die wir dann erstmal wieder zusammenführen mussten.

Schließlich haben wir uns dann wie jedes Jahr in die Ecke von C3 gedrängt. Zum Glück war dort noch viel Platz und wir konnten uns unser kleines Imperium aufbauen ;-)

Dort in die Mitte stellten wir noch 2 Pavillons und Zelte auf (von denen die erst Freitag angekommen waren).

Als dann schließlich alle Zelte, Pavillons samt Campingstühle standen, konnte endlich das erste Bier aufgemacht werden!

Gegen 21:00 Uhr dann fingen wir an den Abend zu genießen. Ich persönlich musste mich dann noch mental auf 00:00 Uhr vorbereiten, weil ich zu dem Zeitpunkt dann ganze 19 Jahre alt geworden bin :-)
Den feierten wir dann auch mit alle man bis morgens um 05:00 Uhr. Den nächsten morgen sah es dann schon viel wohnlicher aus:

Genug vom Campingplatz, ab zum Festivalgelände! Mit Portugal. The Man wollte ich das Festival beginnen. Habe sie leider vor 2 Jahren auf dem Hurricane verpassen müssen, dafür konnte ich das jetzt nachholen und im nachhinein, bin ich froh, dass ich das getan habe. Nicht nur eine gute Studio-Band, auch live richtig gut!


Nach Portugal gings dann rüber zur Green Stage um sich Irie Révoltés zu geben. Eine Ska- und Reggae-Band aus Deutschland die sich der französischen Sprache bedient. Die haben echt Laune gemacht!

Dann ging es erstmal wieder zum Camp um Kraft für Jimmy Eat World und den Rest des Abends zu tanken. Gegen 21:00 Uhr ging es dann zur Blue Stage, man wollte ja nichts verpassen.

Nach dem wirklich guten Auftritt von Jimmy Eat World ging es dann zur großen Green-Stage um sich Portishead und Arcade Fire zu geben. Portishead haben wir uns angehört während wir für den ersten Bereich anstanden. Echt gut.
Arcade Fire hat mich dann echt überrascht. Ich hatte erst deren Headliner-Potential angezweifelt, doch sie haben überzeugt!

So. Samstag. Warpaint stand für mich als erstes und ganz oben auf der Liste des Tages. Leider hat’s stark geregnet und so bin ich erstmal mit den anderen vorher zur Red-Stage gegangen wo Wakey!Wakey! gespielt haben. Guter Indie-Pop, mehr aber auch nicht, nichts besonderes. Doch eine gute Live-Präsenz hatten die, und Autogramme haben die danach auch gegeben, also eine gute Fan-nähe!

Anschließend ging es dann fix raus, zum Glück hatte es aufgehört zu regnen, doch nass waren die Klamotten trotzdem. Doch dann kamen die 4 „California-Girls“ auf die Bühne und haben ein paar richtig geile Songs hingelegt.

Die waren definitiv ein persönliches Highlight für mich. Bekannt sind sie vor allem deswegen, da ex-RHCP Gitarrist John Frusciante deren Album „The Fool“ abgemischt hatte und eine Zeit lang mit Frontfrau Emily zusammen war.

Ein paar Stunden später haben wir uns dann das Ende von Sublime with Rome angeschaut. War gut, aber nicht das selbe wie damals…
Danach rüber zur blauen Bühne um für den ersten Bereich anzustehen. Beim warten hörten wir The Sounds, ist aber nicht unbedingt mein Ding. Als wir dann drin waren finden Two Door Cinema Club an zu spielen, die waren echt gut!

Danach kam ein weiteres Highlight des Wochenendes auf die Bühne. Kasabian! Die haben mit ihren bekannten Songs wie z.B. Fire echt gerockt, hinzu kamen auch ein paar Songs von der neuen Platte Velociraptor! über die ich hier auch schon berichtet habe.

Wie man sieht, eine Bombenstimmung! Auch wenn es scheint dass der Frontman ein bisschen drauf war, haben die echt ne geile Show abgeliefert!

Auf dem Rückweg dann noch 2-3 Lieder von Incubus mitgenommen und dann ging es wieder zum Camp. Eigentlich wollte ich mir ja gerne noch Bright Eyes anschauen, bloß wollte ich da dann nicht alleine hin und war sowieso total hinüber von dem vorhergegangenem Kasabian-Auftritt.

Der Sonntag sollte eigentlich mit William Fitzsimmons beginnen, doch das Zelt war leider so überfüllt, dass wir nicht mehr rein gekommen sind. Also gingen wir erstmal was essen und haben uns Band of Horses angeschaut. Während die Mädels sich noch The Wombats angucken wollten, wollte ich rüber für den ersten Bereich anstehen. Das konnte man aber komplett vergessen. Die Schlange war viel zu lang, da gab es wenig Aussicht auf Erfolg. Also stellte ich mich recht zentral hinter den ersten Wellenbrecher. Froh war ich dann wo Flogging Molly ihr letztes Lied ankündigten, denn ich kann denen gar nichts abgewinnen.

Dann ging es los. The Hives! Die hatte ich letztes Jahr schon aus erster Reihe beim Ring gesehen, das konnten die nicht toppen. Dennoch, sehr gelungener Auftritt. Die haben den Arctic Monkeys praktisch die Show gestohlen, da nach den Hives alle ziemlich hinüber schienen und ne Pause brauchten.

Arctic Monkeys waren musikalisch gut, haben aber leider auch ihr Programm nur 0815 runtergespielt.
Die Foo Fighters sollten das Festival beenden. Ich war eigentlich nie ein großer Fan, doch das neue Album, Wasting Light, hat mich echt umgehauen, das fetzt! Und live haben die Foo’s auch nicht schlecht ausgeschaut, toller Sound, geile Stimmung, und die meisten haben mit gegrölt. Leider finde ich keine Videos oder Bilder zu dem Auftritt.

Ja, das war vorerst mein Bericht zum diesjährigen Hurricane-Festival. Es war wie immer schön – es ist mein Lieblingsfestival!

Warst du auch auf dem Festival? Was hast du dir angeguckt und hast du vielleicht andere Eindrücke gesammelt als ich? Deine Meinung interessiert mich! ;-)