In Ora Mundi 01

Anfang Oktober schrieb ich ja bereits über einen Live-Auftritt der Mittelalter-Rockband „In Ora Mundi”, die ihr Genre bisweilen recht untypisch angehen, weit vom Sound anderer Bands dieser Sparte anzusiedeln sind und mir, der sich sonst gar nicht für Mittelalter-Musik erwärmen kann, gerade deswegen gut gefielen. In der Zwischenzeit bot mir die Band an, mir mal ihre EP anzuhören, zu der ich nun endlich gekommen bin.

In Ora Mundi - Am Rande der Welt

Jene Demo-EP hört auf den Namen „Am Rande der Welt” und umfasst drei Songs. Den Start macht der Song „In der Rabengasse”. Der Song ist catchy, die Stimme des Frontmanns, der sich „Der Spielmann” nennt, passt gut zur Musik. Im Chorus setzt dann der Dudelsack ein – ein zentraler Teil ihrer Musik, das ausgezeichnet gespielt wird.

Diesen hören wir dann direkt vom Fleck weg im nächsten Song „Sieben Tage”, welches nach dem lauten Intro in eine ruhige und geruhsame Soundstruktur übergeht. In der Bridge gibt es dann aber ein Gitarrensolo zu hören, das leider weitgehend misslungen ist. Man hört, wohin der Gitarrist Ingo hinwill, jedoch kommt das so gar nicht rüber, da im Solo auch viel Gitarrenmatsch drumherum transportiert wird. Der letzte Song wiederum ist „Wölfe” und beginnt mit einem sehr guten Gitarrenriff, das direkt nach vorne weg geht. Der gesamte Song ist sehr rhythmisch und lässt den Kopf nicken. Jener Abschluss ist definitiv das Highlight der Demo-EP!

Wie bereits erwähnt handelt es sich bei „Am Rande der Welt” um eine Demo-EP, weshalb man hier nicht die beste Produktionsqualität erwarten kann. Demo-EPs sollen zeigen, welche Musik eine Band produziert und dem Hörer eine Idee geben, in welche Soundrichtung die Band geht. Abseits der EP gibt es für mich an und für sich nur das misslungene Gitarrensolo im zweiten Song zu kritisieren. Abseits dessen ist die Stimme des Spielmanns eine sehr interessante und das Dudelsackspiel überzeugt mich auf alle Fälle.

Im Endeffekt kommt die Qualität von In Ora Mundi in der EP aber nicht komplett durch. Sie können besser spielen – das zeigten sie mir beim eingangs angesprochenen Live-Auftritt. Im Endeffekt haben wir hier aber eine EP, die mich darauf hoffen lässt, dass wir in Zukunft noch viel mehr von In Ora Mundi hören werden – das Potential ist auf jeden Fall da.