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Aus Wien stammt der Solokünstler Inner Tongue, der diesen Namen einer doch sehr unschönen Angelegenheit verdankt: Eine seltene Stimmbanderkrankung zwang ihn für mehrere Monate zum Schweigen. In dieser Zeit entstanden die drei Stücke seiner ersten EP „TZ, KA“, von denen er zum Zeitpunkt des Schreibens und Komponierens nicht wusste, ob er sie überhaupt je gesanglich vortragen könne. Dass das glücklicherweise nun doch alles geklappt hat, können wir seit dem 15. Mai digital und auf einer 10″-Platte hören.

Das atmosphärische Titelstück macht den Anfang, die Synthies geben dem Song direkt eine melancholische Grundstimmung, mit leichten Beatboxeinlagen garniert und Inner Tongues Lyrics entsteht so ein Singer-Songwriter-Stück, bei dem sich die sonst so wichtige Gitarre in den Hintergrund stellt und elektronischen Elementen den Vorrang gewährt, womit der Österreicher für seine EP einen eigenen Stil definiert. In „Fallen Empire“ mischen sich gewaltige Bässe aus dem Synthesizer dazu, tauchen das Stück in eine dustere Atmosphäre und lassen es dann doch in einem hymnischen Pop-Chorus aufgehen. Überraschend: Das Outro, in dem ein wunderbares Gitarrenriff mit knarzigen Elektroklängen zusammenfindet – den Part möchten wir bitte in einer Extended Dub-Version hören!

tzka Mit dem pianobasierten „Somebody knows it“ beendet Inner Tongue die EP. Auch hier fehlen die nach vorn preschenden Drums nicht, die den Gesamteindruck seiner Songs bestimmen. Ein letztes mal singt er uns eine Indie-Ballade, dann ist „TZ, KA“ auch schon wieder vorbei – doch einen bleibenden Eindruck hinterlässt Inner Tongue definitiv! Die Duftmarke ist gesetzt, jetzt hoffen wir auf ein baldiges Erscheinen der ersten Veröffentlichung auf LP-Länge. Ein absolut vielversprechender Künstler!

„TZ, KA“ auf Vinyl kaufen