Fotos: Charles Engelken, noisiv.de

In Belgien füllen die Intergalactic Lovers bereits längst 2.000 Zuschauer fassende Konzerthäuser. Hierzulande geht alles aber etwas langsamer voran. Mit ihrem neuen Album „Exhale“ im Gepäck schicken sie sich auf ihrer Release-Tour aber nochmals an, die Herzen der hiesigen Musikfreunde zu erobern. In Hamburg spielten sie im Knust ein Konzert, das zwar leider lange nicht ausverkauft war, dafür aber die Herzen der Konzertbesucher vor Ort für die Band endgültig gewonnen haben sollten.

Die Belgier haben auf ihrer Tour Lee Anderson als Support dabei. Eigentlich sind sie live als Quartett unterwegs – auf der Europa-Tour steht er aber nur mit seinem Bassisten auf der Bühne. Heraus kommt ordentlicher Singer-Songwriter, den man so aber sicherlich schon oft genug gehört hat. Für sich gesehen nette Musik, die sie auch live gut zu transportieren wissen, allerdings eben nichts weltbewegendes in Betracht des großen Ganzen.

Nach der typischen Umbaupause dann die Hauptband des Abends und die ist hervorragend drauf. Die Intergalactic Lovers spielen intergalaktisch gut, Lara Chedraouis passt auf den Punkt, die Band spielt mit viel Leidenschaft und auch die neuen Songs reihen sich live hervorragend neben den älteren Stücken ein und kommen besser rüber, als auf den Alben-Aufnahmen.

Der eigentlich perfekte Auftritt wurde nur kurzzeitig getrübt, als die Band einen Song anspielt, der nicht auf der Setlist stand, was Chedraoui wiederum zunehmend so sehr irritierte, dass sie den Song abbrach und anschließend etwas stinkig reagierte. Bassist Raf De Mey wusste die Stimmung im nächsten Song jedoch gekonnt aufzulockern, indem er sich sehr visuell über diesen Ausfall lustig machte, die Setlist wedelnd hochhielt und mit dem Finger darauf zeigte.

Am Ende des Abends konnte dieser Zwischenfall aber nichts daran ändern, dass der Konzertabend ein ganz wunderbarer war. Seitdem ich die Belgier 2015 in Essen das letzte Mal sah, sind sie nochmal deutlich gereift, was ihre ohnehin zeitlos großartigen Songs in nur noch besserem Licht stehen lässt.

Die Schwierigkeit der eigens gesetzten Messlatte: Intergalactic Lovers – Exhale

Mit ihren beiden ersten Alben „Greetings & Salutations“ und „Little Heavy Burdons“ verzauberten die Intergalactic Lovers aus dem belgischen Aalst Indie-Fans hüben wie drüben. Nun greifen... Weiterlesen →

Fotogalerie: Intergalactic Lovers

Fotogalerie: Lee Anderson

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