Bei Blockbustern wie „Interstellar“ gibt es diese ungeschrieben Gesetze des Kinos, die heute nur noch wenige Filme aufbieten: ein Ansturm, so groß, dass der Film bereits eine Woche nach Veröffentlichung gefühlt von jedem in deinem Freundeskreis gesehen wurde – außer Dir natürlich. Wie sollte es auch anders sein – das neue SciFi-Epos von „Inception“-Regisseur Christopher Nolan ist sehenswert, keine Frage. Spoiler müsst ihr bei uns jedoch keine fürchten. Wir widmen uns heute dem außergewöhnlichen Soundtrack von Hans Zimmer, eines der ganz Großen der Branche.

Ich wage mal ganz frech die Behauptung aufzustellen, dass jeder von Euch, der gerade diese Zeilen liest mindestens eine handvoll Filme gesehen hat, welche von den Kompositionen des gebürtigen Frankfurters getragen werden. Bei satten neun Oscarnominierungen (!) konnte sich der Komponist bislang lediglich nur einmal mit seinem Werk zu „Der König der Löwen“ 1995 durchsetzen. Kompositionen für „Rain Main“, „Der schmale Grat“, „Gladiator“ oder „Inception“ gingen bei den jährlichen Zeremonien leer aus, „The Dark Knight“, „12 Years a Slave“ oder „Crimson Tide“ wurden dagegen noch nicht einmal mit einer Nominierung bedacht. Kurioses Showbusiness: Die Grammys für „The Dark Knight“ und „Crimson Tide“ heimste Zimmer dennoch ein.

Nun wird es interessant: Zwar wollte Regisseur Christopher Nolan Hans Zimmer auch für „Interstellar“ gewinnen, jedoch ist auch dem „Memento“-Regisseur nicht entgangen, dass Zimmers Klänge zusehens an Wiedererkennung gewonnen haben. Nolan war angehalten seine Vision des Filmes mit der Wahl seines Stammkomponisten in Einklang zu bringen. Das Briefing an Zimmer war deutlich: mach‘ es anders, bleib‘ du selbst.

“We had this sort of conversation about—you know nine years we spent in our Batman world.  The textures, the music, and the sounds, and the thing we sort of created has sort of seeped into other people’s movies a bit, so it’s time to reinvent.  The endless string of sonatas need to go by the wayside, the big drums are probably in the bin. So right now it’s sort of the time where I’m pondering what else we can do. (…) Chris feels the same challenge, ‘Let’s do something new. We have something to say.’”Hans Zimmer, Collider (2013).

Der US-amerikanische Rolling Stone zählt „Interstellar“ zu den Top 10 der „besten Filme des Jahres“. Auch wenn diese Listen gerne mal etwas abwegig erscheinen, hat das dreistündige Epos einen Durchlauf sicher verdient. Und wenn es nur für den experimentellen Soundtrack ist, der berichten zufolge sehr laut durch den Kinosaal hallen kann. Ein Muss für Fans von SciFi und Kubricks Endlosklassiker „2001“.

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