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Foto: K. Hintze

Ein kühler Tag im Mai – Eben noch von den Baustellen in Hamburg-Altona begrüßt, bewegen wir uns auf zwei Männer zu, die ihre Baustelle vor knapp zwei Jahren abgeschlossen haben: die Rede ist von Gloria und dessen beiden Leitfiguren Mark Tavassol (Ex-Wir sind Helden) und Klaas Heufer-Umlauf (Circus Halligalli, Joko gegen Klaas u.a.). Während Mark vor allem durch seinen Erfolg mit den Helden in den 2000ern bekannt wurde, tritt Bandkollege Klaas mehr als Moderator in der öffentlichen Wahrnehmung auf.

Mit allerlei Fragen im Gepäck trafen wir die junge deutsche Band zum persönlichen Gespräch. Noisiv.de sprach mit den leidenschaftlichen Musikern offen über die Entwicklungen seit Album Nr. 1, die hiesige Indie-Szene und Glorias neue, zweite Platte „Geister”.


Die Resonanz auf das erste Album Gloria fiel bekanntermaßen hervorragend raus. Mark, du warst es bereits aus der Vergangenheit gewohnt zu lesen, was Journalisten und Fachleute über dein musikalisches Schaffen denken. Bei dir wiederum, Klaas, war es das erste Mal mit glücklicherweise positiven Ergebnissen. Wie bist du damit umgegangen? Hast du Dir die Rezensionen überhaupt angeschaut?

Klaas: Ich habe die Rezensionen schon gelesen und bin auch keiner von denen, die sagen „Ich les‘ das alles nicht!“. Natürlich ist man interessiert daran, wie die Menschen so etwas aufnehmen und für mich war es eben das erste Mal, insofern war ich da sehr neugierig. Für das Projekt war die Resonanz selbstverständlich toll und wenn man das Gefühl hat, dass einige Leute es so sehen wie wir, fühlen wir uns auch verstanden. Besonders, wenn jetzt einer wie ich auf einmal anfängt, Musik zu machen. Zwar haben wir das jahrelang vorher bereits gemacht, aber ich verstehe absolut die Wahrnehmung eines jeden Journalisten, der sich fragt „Muss das jetzt sein?“. Wenn sich die Zweifel aber irgendwann mit dem Finger auf dem Play-Knopf in Luft auflösen, freue ich mich darüber.

„Ich verstehe jeden, der sagt: ‚Muss das jetzt sein?’”

Im Jahr 2008 habt ihr mit dem gemeinsamen Musikmachen begonnen, erst fünf Jahre später ist die Debütplatte erschienen. Die Arbeiten an der neuen Platte verliefen dagegen vergleichsweise ziemlich fix, lagen doch gerade mal eineinhalb Jahre dazwischen.

Klaas: Es ging auf jeden Fall schneller als beim letzten Mal, was auch ein bisschen daran liegt, dass wir uns beim letzten Mal nicht wirklich fünf Jahre vorher vorgenommen haben, ein Album zu machen. Wir haben einfach Musik gemacht, weil wir Bock drauf hatten. Aber jetzt war es ja klar, dass man nicht erneut fünf Jahre einfach so drauflos spielt, sondern einen gewissen Plan mit der Musik verfolgt.

Beim ersten Album hast du ja auch erstmals produktionstechnische Erfahrungen gesammelt…

Klaas: Ja, so durch zugucken (lacht). Ich hab vor allen Dingen sehr viele sogenannte „19-Zoll-Gespräche” hören müssen, auch gerne mal „Musikerfachtalk“ beim Soundcheck. Bis zum letzten Konzert, würde ich sagen, konnte ich sogar bis zu vierzig Prozent davon folgen.

Mark: Er kann sich unauffällig bewegen in einer Horde von Fachidioten!

Klaas: Genau! Das ist wie bei Medizinern, es werden für relativ einfache Vorgänge immer musikalische Fachbegriffe benutzt. Dann stehst du halt beim Soundcheck und denkst dir „Alles klar: die sind Musiker – ich bin Sänger!“. Das ist aber nicht so schlimm, tatsächlich habe ich mich so mit der Zeit auch vorgetastet, wodurch beim zweiten Album alles einfacher für mich wurde.

Für die Releasekonzerte habt ihr sehr kleine Clubs gebucht, die natürlich sofort ausverkauft waren. Habt ihr mit dem Andrang gar nicht gerechnet, oder warum habt ihr euch für diese Hallen entschieden?

Mark: Die kleinen Clubs sollen uns dabei helfen, reinzukommen, damit uns nicht gleich tausend Leute bei unserer ersten öffentliche Probe zugucken. Zwar haben wir uns vorstellen können, dass sich diese irgendwann auch ausverkaufen werden, aber dass es noch am selben Nachmittag passiert ist, hat uns natürlich sehr gefreut – auch wenn man ganz klar sagen muss, dass das ein Feedback auf die erste Platte ist, nicht auf die zweite! Kann ja auch sein, dass die Zuschauer bei der Show dann alle gehen und wir am Ende des Konzerts vor einem leeren Saal stehen (lacht).

Trotz allem hast du, Klaas, mittlerweile ja auch größere Hallen bespielt. Hat sich da denn inzwischen eine Art „Musikperson Klaas” entwickelt oder um dich aus dem Stück Der Pilot zu zitieren: „Was ist passiert seit du angefangen hast?“

Klaas: Ich habe mich jetzt nicht so unwohl gefühlt als Sänger einer Band, aber das war dann ähnlich wie beim ersten Mal Auto fahren, nachdem man seinen Führerschein hat. Wenn man das Gefühl hat, man kann irgendetwas noch nicht so gut, ist man schon irgendwie im Stress und so war das bei mir eben auf der Bühne auch.

Mark: Den Sitz ganz nach vorne gezogen und Füße unterm Lenkrad… (lacht)

Klaas: …und die Knie an den Ohren! (lacht)

Mark: Ich hatte immer einen Arm aus dem Fenster!

„Ich traue mich jetzt mehr, mich als Sänger zu bezeichnen.”

Klaas: Das ist natürlich gut, wenn sich sowas irgendwann einstellt und man tatsächlich das Gefühl hat, man fährt jetzt recht intuitiv. So war das dann auch bei den folgenden Konzerten. Diese Entwicklung war sehr hilfreich, wird jetzt aber vermutlich mit der neuen Platte wieder auf null gesetzt – aber das ist auch okay! Wir haben ja noch genug Zeit, uns dran zu gewöhnen. Ich traue mich jetzt mehr, mich als Sänger oder in gewisser Weise als Musiker zu bezeichnen, ohne, dass ich mir vorkomme wie ein Aufschneider.

Die anfänglichen Befürchtungen waren mit Sicherheit legitim, dennoch sei persönlich ein großes Lob an dich ausgesprochen: Das war super, was man zuletzt von dir auf den Bühnen gesehen hat, das kannst du gerne wieder aufgreifen…

Klaas: Das probiere ich! Natürlich hat die Aufregung aber auch ihre schönen Seiten, denn je abgestumpfter man ist, desto weniger Spaß hat man generell an allem. Es ist ja auch ein gewisser Luxus, sich mit 32 Jahren noch einmal in so aufregende Situationen zu bringen, in denen man sich auf eine positive Art der eigenen Nervosität stellen kann. Manche müssen in diesem Alter einfach nur noch ihren Job machen und wenn dich keiner zwickt, musst du dich auch nicht mehr zwingend in aufregende Situationen begeben. Ich bin aber ganz dankbar dafür, dass ich meine Zeit mit etwas verbringen darf, das mir solche Momente schenkt. Da darf ich auch nicht sitzen und rumheulen, dass mir alles auf einmal so komisch vorkommt (lacht).

Ihr bringt die Platte wieder bei Grönland Records raus. Laut Interview hat Herbert Grönemeyer die Demos zur ersten Platte noch persönlich abgenommen – ist das weiterhin so? Wie ist generell die Zusammenarbeit auf dem Label so eines großen Musikers?

Mark: Es ist formal ja eigentlich noch ein kleines Label, das aber sehr gut zugegriffen hat in letzter Zeit – mit Boy haben sie etwas Großartiges unterstützt und auch Philipp Poisel ist für einen deutschen Künstler sehr groß geworden. Herbert Grönemeyer ist nicht so sehr in das Tagesgeschäft involviert, aber natürlich jemand, der solche Entscheidungen mit trifft und für uns eine große Rolle spielt, es gibt relativ regelmäßig gemeinsame Treffen und Gespräche. Er und das ganze Label sind aber so gepolt, dass sie uns in die Arbeit nicht reinquatschen – und das ist der Kern dessen, was ich mir von einem Label wünsche! Es gibt Major Labels, die das je nach Stellenwert des Künstlers nicht so sehen, daher war es uns auch bei den Vertragsverhandlungen wichtig, Freiheiten zu bekommen und die selbe Ideologie zu vertreten. Wenn man nun mit Klaas um die Ecke kommt, kann es durchaus passieren, dass ein Major Label sagt: „Nee, ihr müsst was lustiges machen!“ Diese Grundbescheuertheit darfst du als Label nicht haben! Wenn wir Musik machen, dann lassen wir uns nicht reinreden.

Mit den von dir genannten Künstlern oder auch beispielsweise Niels Frevert beheimatet Grönland besonders Interpreten aus dem Bereich des Indie-Pop. Ist das eine Szene, in der ihr euch zu Hause fühlt und für die ihr euch auch interessiert?

Klaas: Wir beide interessieren uns sehr dafür – Niels Frevert ist ein Mega-Typ, der sehr berührende und schöne Musik macht, die ich auch sehr oft höre! Und wenn man solche Musik gern mag, freut man sich natürlich, irgendwo in der Nähe wahrgenommen zu werden. Wenn du dir allerdings selbst Gedanken darüber machst, wo du im Regal stehen willst, verlierst du das Wesentliche aus den Augen. Auch die Leute, die da neben dir stehen, haben nur gemacht, was ihnen gerade vorschwebte – und so sollte man es dann auch machen!

Werdet ihr von der Szene selbst denn gut akzeptiert oder gibt es böses Blut, wenn auf einmal der Typ aus dem Fernsehen kommt und sich zum Beispiel Enno Bungers „Regen“ einverleibt?

Klaas: Wir wissen zumindest, dass Enno Bunger sich sehr gefreut hat! Er war auf unserem Konzert in Hamburg und wir haben hin und wieder Kontakt. Ich muss sagen, dass ich nicht wirklich in die letzte Verästelung der Indiepop-Szene hineinrage mit meinen Informanten (lacht) Es ist aber gar nicht auf Ignoranz zurückzuführen, sondern darauf, dass ich mich mehr mit der Musik als dem Flurfunk und Hype oder Nicht-Hype befasse. Jeder, der ehrlich zu sich ist, sollte die Musik trennen können von anderen Eindrücken, die er von jemandem aus der Band hat. Das schätze ich besonders an unserer Szene, dass sie nicht über solche Mechanismen funktionieren muss! Wenn du hingegen so Autoscooter-Musik machst, bist du darauf total angewiesen.

Ich hatte auch mal eine Zeit, in der ich Musikfachmagazine auswendig lernen wollte, aber das geht nicht und man bekommt dadurch auch kein geileres Gefühl beim Musikhören! Es macht einen nicht zum besseren Musikliebhaber, wenn man mehr weiß – die Emotionen, die die Musik in einem auslöst, bleiben nach wie vor gleich.

„Das ist eben in jeder Kunstszene so, dass die guten Sachen nicht immer die großen Sachen sind.”

Mark: Wobei natürlich eine Menge Musik existiert, die man ohne aktiv zu sein gar nicht mitkriegt! Man kann sich in der Verästelung verlieren und bestimmte Sachen zu wichtig nehmen, man kann aber auch vieles finden und sich ein Leben lang wundern, warum ein bestimmter Künstler es nicht weiter als zu 600 Plattenkäufern gebracht hat! Das ist eben in jeder Kunstszene so, dass die guten Sachen nicht immer die großen Sachen sind.

Insgesamt wirkt euer neues Album schon etwas weiter entfernt von klassischem Singer-Songwriter und Indie-Pop. Die akustischen Instrumente sind weniger präsent, stattdessen hört man beispielweise in „Stolpersteine“ eher postrock-artige Sounds oder bei „Ohne Träume“ schnelle Postpunk-Riffs. Gab es dafür konkrete Gründe oder Einflüsse?

Mark: Ich könnte es jetzt nicht klar an bestimmten Einflüssen festmachen, es ist eher so, dass ich produktionell im positiven Sinne zurückgefallen bin in eine Art und Weise zu arbeiten, die ich auch von Wir sind Helden kannte – nämlich, dass alles erlaubt ist! Grundsätzlich galt das vorher auch, aber wir haben das Debütalbum fast nur an der Lagerfeuergitarre geschrieben und sind immer auf einer akustischen Ebene geblieben. Man neigt dazu, das dann als roten Faden zu übernehmen und gerät in ein Dogma.

„Die zweite Platte ist immer die, die mehr Spaß macht!”

So war es lange Zeit sogar ein Thema, die erste Platte in mono machen, weil sie nicht so in die Stereo-Breite ging und eher ruhiger und wärmer klang. Da haben wir auch in Kauf genommen, dass sie im Radio etwas abstinken wird, weil wir in unserem Gitarre-und-Gesang-Kosmos bleiben wollten. Live haben wir dann mehr ausprobiert, Arrangements erweitert, gemeinsam mit unserer festen Live- und Studio-Band, die aus teilweise langjährigen Freunden besteht. Daher konnten wir bei der zweiten Platte dann sagen: „So, jetzt haben wir eine Basis, die Leute haben uns gehört – und jetzt machen wir, was wir wollen!“ Das fühlt sich jetzt nicht wie eine Befreiung an, sondern wie der logische Schritt nach einer Debütplatte und daher sage ich auch: Die zweite Platte ist immer die, die mehr Spaß macht! Es wird oft von der „schwierigen zweiten Platte“ gesprochen, aber ich habe das nie so empfunden.

Wo du bereits eure Band ansprichst – wie kommt es, dass diese in der öffentlichen Wahrnehmung weniger präsent ist, als ihr beide, die zum Beispiel auf dem Cover zu zweit abgebildet seid?

Mark: Wir beide SIND ja Gloria und treiben das Projekt voran. Wir wollen aber gar nichts kaschieren: Was uns am meisten Spaß macht, ist das live spielen, und da ist es auch sofort eine andere soziale Gruppe – wie eine „Band in der Band“! Bei Deichkind zum Beispiel ist ja auch oft nicht klar, wer da auf der Bühne alles wirklich zur Band gehört, und das ist auch gar nicht so wichtig. Für uns ist es nicht die logische Konsequenz, hier zu sechst zu sitzen, denn es ist ein anderes Gefühl bei einem Liveauftritt als bei so einem Promotag hier. Es gibt ja auch Bands mit einem Bandleader und vier Leuten, die gar nicht kreativ mitwirken, aber auf jedes Foto drauf müssen!

Auf jeden Fall schön zu hören, dass es sich bei der Band um Freunde handelt, nicht um engagierte Berufsmusiker, die nach eurer Pfeife tanzen!

Mark: Auf keinen Fall, das sind alte Weggefährten – unser Keyboarder Ruben war schon Aushilfskeyboarder bei Wir sind Helden, der Schlagzeuger Tim ist mein allererster Musikerfreund aus Bremer Zeiten! Und auch Klaas kannte einige von ihnen schon, da haben wir uns schon Hamburger Leute geholt, damit es nicht zu chaotisch wird.

Klaas, fast alle Lyrics sind in der „Du“-Form gehalten. Appellierst du damit jeweils an konkrete Personen? Oder vielleicht direkt an den Zuhörer?

Klaas: Das kann ja auch der Finger sein, der auf einen selbst zeigt. Man kann sich da eben für ein „Ich“, „Du“ oder „Man“ entscheiden – wobei ich finde, dass letzteres wohl das uneleganteste wäre! (lacht) Ich finde das „Du“ eigentlich gut, es muss aber klar sein, dass man sich damit nicht ausnimmt, weil man eben über Dinge schreibt, die aus dem eigenen Inneren kommen. In meiner Wahrnehmung liefert das Album zum Beispiel gar keine Antworten, weil ich es auch anmaßend fände, Leuten zu sagen, was sie wie zu machen haben! Es ist eher eine Sammlung an Fragen, die man sich irgendwann stellen sollte. Hin und wieder ist das auch ein Weckruf an die eigene Reflektionsfähigkeit, die man ja auch nicht immer gebraucht und dann droht, sich in eine Einbahnstraße zu leben und zu wundern, was aus einem geworden ist. So etwas beschreiben die Texte oft.

In „Kreis“ singst du: „Verrückt bist du erst dann, wenn du glaubst, dass dir nichts passiert, solange du wartest“. Kannst du etwas dazu sagen, wie diese Zeile entstanden ist und was du damit zum Ausdruck bringen wolltest?

Klaas: Wenn man tatsächlich das Gefühl hat, die Ideallinie im Leben zu fahren, wenn man gar kein Risiko eingeht, ist das eine bittere Erkenntnis! Dass man bestimmte Entscheidungen auch treffen muss, wenn sie schwer fallen. Dass man sich auch positionieren und eine Haltung entwickeln muss, um bestimmte Dinge zu erreichen und in Bewegung geraten muss, sowohl geistig als auch ganz praktisch. Man kann es Warten nennen oder Auf der Stelle stehen: Wenn man das Gefühl hat, dass ein Verlust nicht passiert, wenn man Risiken nicht eingeht – das ist ein Irrglaube.

„Jemand, der sein Zimmer streicht und nicht mehr drüberlatschen will, steht am Ende in der Ecke.”

Mark: Das ist jetzt keine Chacka-mäßige Ansage zum Mut und zum beruflichen Erfolg! Die Aussage des Songs ist eher, aufrecht zu sein, das Maul aufzumachen in gesellschaftlichen wie auch persönlichen und emotionalen Dingen. Man sollte die Beweglichkeit im Leben behalten – auch auf den Feldern, die man eigentlich nicht mehr betreten will. Jemand, der sein Zimmer streicht und nicht mehr drüberlatschen will, steht am Ende in der Ecke. Das passiert, wenn man diesen Kreis zieht. Das Lied hieß lange Zeit „Verrückt“, aber das fanden wir dann doch zu…

Klaas: …dumm!

Mark: Verrücktsein ist natürlich eine plakative Bezeichnung für ein etwas komplexeres Problem.

Klaas: Aber auch für Junggesellenabschiede, die sagen, dass man heute mal so richtig verrückt sind! (lacht) Leute, die auf eine sehr ekelhafte Art behaupten, dass sie ein bisschen verrückt sind, wenn sie mit Hasenohren durch die Innenstadt laufen!

Ein kurzer Blick in die Zukunft zum Schluss – Klaas, meinst du dass Musik einmal dein erstes Standbein wird?

Klaas: Nein, ehrlicherweise kann ich mir das jetzt nicht vorstellen! Ich habe mich daran gewöhnt, immer mehrere Sachen zu machen und würde mich ungern auf eine festlegen. Dennoch habe ich nichts dagegen, wenn das irgendwann theoretisch möglich wäre und wir hoffen natürlich, dass wir mit dieser Musik irgendwann mal ins Fernsehen kommen! (lacht) Das wär‘ geil!

Und wie sieht es bei dir aus, Mark? Arbeitest du eigentlich noch als Arzt, wie du es zumindest zeitweise bei Wir sind Helden noch getan hast? Und ist das immer noch eine Option für die Zukunft?

Mark: Ich habe das schon lange nicht mehr gemacht und kann es mir auch nur schwer vorstellen. Den Beruf aufzugeben war schon ein absurder Gedanke, aber ich halte es für unwahrscheinlich, dahin zurückzukehren. Auch wenn ich die Medizin nicht gehasst habe oder ungern zur Arbeit gegangen wäre, bin ich viel zu glücklich mit der Musik und habe jeden Tag Lust, das zu machen!

Danke für das Interview!
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