Einige von euch werden unter Umständen bereits mitbekommen haben, dass mein All-Time-Favorite-Musiker Josh Homme, Frontmann meiner All-Time-Favorite-Band, vor ein paar Tagen in einem Interview mit Zane Lowe bekannt gegeben hat, dass mein All-Time-Favorite-Drummer Joey Castillo die Queens Of The Stone Age verlassen hat. Kein geringerer, als Dave Grohl wird nun im nächsten Album der Band drummen, so wie schon für das dritte Studioalbum „Songs For The Deaf“.

Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr euch auf das neue Album eurer Lieblingsband freut und man euch dann den Boden unter dem Füßen wegnimmt? Ich kenne es jetzt. Als ich an dem Abend davon gelesen habe, ist eine Welt für mich zusammengebrochen. Joey hat die Band für mich ausgemacht, wie sonst nur noch Josh Homme selbst. Sein Drumming – simpel, kraftvoll, trotzdem groovy und kreativ. Das zusammen mit seiner genialen Präsenz bei den Gigs wird unheimlich fehlen. Da kann für mich keiner mithalten, auch kein Dave Grohl.

Joey passte einfach zu dieser Band, wie kein anderer und sein Drumming hat den Stil der Band geprägt, wie sonst nur Josh selbst. Schaut euch alleine diese Live-Performance von No One Knows beim letztjährigen Glastonbury-Festival an. Das ist einfach unvergleichbar!

Ich hätte im Leben nicht gedacht, dass gerade Joey die Band verlassen würde. Ich hielt es immer für selbstverständlich, dass die Kombination Castillo + QOTSA für ewig halten würde. Es passte einfach und war eine besondere Kombination. Das hat sich auch in den Alben bemerkbar gemacht. Ich hab in meinem Leben niemals so kreative und „andere“ Songs gehört, wie „Someone’s In The Wolf“, „I’m Designer“, oder auch „Misfit Love“. Songs, die derart unkonventionell sind, sind ganz rarer Natur.

Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen Dave Grohl und er ist eine verdammt coole Sau. Das, was Josh, John Paul Jones und er mit Them Crookes Vultures ist ebenfalls etwas besonderes – da sind wir uns, denke ich, alle einig. Ich glaube aber einfach, dass Joey besser in das QOTSA-Gefüge passt und er der Band das gewisse Etwas gab. Nichtsdestotrotz warte ich gespannt auf das neue Album, das im nächsten Frühjahr erscheinen soll – auch, wenn ich gerade extrem enttäuscht und traurig bin.