Fotos: Charles Engelken, noisiv.de

Es ist der 07. Mai 2013 und Frank Turner spielt an diesem Abend ein Konzert im Hamburger Knust. Stunden vorher versammeln sich bereits einige Menschen vor dem Club. Unter ihnen: John Allen, der für die Anwesenden einige Songs an der Westerngitarre spielt. Irgendwann kommt Turner aus dem Laden und spielt mit ihm zusammen „Mr. Jones“ von den Counting Crowes. Wenige Monate später fahren sie gemeinsam auf Tour, John supportet hierbei Frank Turner und seine Band, die Sleepless Souls.

Zeitsprung in den Dezember 2017. John hat inzwischen seinen sicheren Job als Lehrer an den Nagel gehängt, arbeitet als hauptberuflicher Musiker, tourt durch halb Europa und veröffentlichte Ende 2016 sein drittes Album unter dem Titel „Ghosts“. Geschichten, wie diese, schreibt das Leben an nicht jedem Tag und so ist es nur passend, dass er für das 500. Konzert seiner Karriere an den Ort zurückkehrte, an dem diese Reihe für ihn begann: Zum Hamburger Knust.

Nachdem Thomas George alias The Lion and the Wolf den Abend mit ruhiger und emotionaler Singer-Songwriter-Musik einläutet, wird es Zeit für den Hauptteil dieser besonderen Konzertveranstaltung. Am Keyboard beginnt er sein Set mit „Breaking Waves“ und sofort zieht der die Zuschauer auf seine eigene warmherzige und intensive Art in seinen Bann.

Das Konzert bestreitet er dabei nicht alleine. Über das Set hinweg wird er immer wieder von verschiedenen Freunden und Wegbegleitern an der unterstützt. Die Atmosphäre ist innig und intim, obwohl es das größte Konzert ist, das er bisher gespielt hat. Je länger Allen und Co. spielen, desto öfter singen die Zuschauer die Textzeilen mit, Gänsehautmomente stellen sich vermehrt ein. Spätestens mit „Blood Brothers“ und „Good Times“ kann man sich dieser nicht mehr erwehren. Allens Stimme ist bärenstark und explodiert vor lauter Leidenschaft.

Während der Zugabe gibt es mit „Friends & Other Strangers“ noch einen brandneuen Song zu hören. Passend zum anstehenden Weihnachtsfest verabschiedet er sich mit einem Cover von Judy Garlands „Have Yourself A Merry Little Christman“ von der Bühne des Knust, vor der für ihn vor wenigen Jahren alles begann und irgendwie hat diese ganze Story besonders nach dem Abend etwas romantisches an sich.

Fotogalerie: John Allen

Fotogalerie: The Lion and the Wolf

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