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Ich versuche mal so objektiv wie möglich an das Thema heranzugehen. John Frusciante dürfte den meisten als ehemaliger Gitarrist der Red Hot Chili Peppers ein Begriff sein. Der Crossover-Funk-Rock der Kalifornier war ihm aber oft nicht anspruchsvoll genug und so gab es neben diversen Soloalben unzählige Kollaborationen mit The Mars Volta und dessen Mastermind Omar Rodriguez Lopez oder dem aus einer ganz anderen Ecke stammenden Wu-Tang Clan. Weitere nennenswerte Namen wären da unter anderem Johnny Cash, Tricky, David Bowie, Glenn Hughes oder Dave Gahan mit denen der gebürtige New Yorker diverse Songs aufgenommen hatte.

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Nach seinem Ausstieg bei RHCP, welcher nun auch schon fast ein Jahrzehnt her ist, brachte er mit „The Empyrean“ sein wohl größtes Kunstwerk heraus. Es folgten viele Experimente mit analogen Synthesizern und so entstanden die oft als schwer zugänglich geahndeten Alben „PBX Funicular Intaglio Zone“ und „Enclosure“, bei denen er sich immer mehr von seiner Strat und seinen von Fans gefeierten Gitarrensolis entfernte.

Nach der Albenveröffentlichung von „Enclosure“ und der Zusammenarbeit mit den Black Knights im letzten Jahr gibt es die erste Ankündigung für 2015. Unter seinem Decknamen Trickfinger wird er am 7. April ein selbstbetiteltes Album herausbringen, welches laut eigener Aussage stilistisch nicht an die PBX-Ära anknüpfen soll. Dass es wieder in Richtung „Curtains“ oder „The Will To Death“ gehen wird? Glaube ich eher weniger. Mit „After Below“ wurde zumindest schon einmal der Opener veröffentlicht, welcher definitiv weniger abgefuckt klingt, dafür extrem elektronisch daher kommt.

I started being serious about following my dream to make electronic music, and to be my own engineer, five years ago. For the 10 years prior to that, I had been playing guitar along with a wide range of different types of programmed synthesizer and sample-based music, emulating what I heard as best as I could. I found that the languages machines forced programmers to think in had caused them to discover a new musical vocabulary…

In 2007, I started to learn how to program all the instruments we associate with acid house music and some other hardware. For about seven months I didn’t record anything. Then I started recording, playing 10 or so synced machines through a small mixer into a CD burner. This was all experimental acid house, my skills at making rock music playing no part in it whatsoever. I had lost interest in traditional songwriting and I was excited about finding new methods for creating music. I’d surround myself with machines, program one and then another and enjoy what was a fascinating process from beginning to end…

Herausgebracht wird das Album unter dem Sublabel Acid Test, was nochmals unterstreicht dass dies ein elektronisches Album wird und Fans wahrscheinlich komplett auf seine stilprägende Gitarre und vielleicht sogar seine engelsgleiche Stimme verzichten müssen. Bleibt uns dennoch nichts anderes als abzuwarten und zu hoffen, dass er seinen Weg findet.

  1. After Below
  2. Before Above
  3. Rainover
  4. Sain
  5. Exlam
  6. 85h
  7. 4:30
  8. Phurip
via // Foto // Foto 2

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