Jon and Roy by Sierra Lundy

Foto: Sierra Lundy

Wenn etwas bei Jon and Roy besonders viel Liebe erfährt, ist es die Gitarre. Das dürfte jetzt erstmal nicht groß verwunderlich klingen, da sind Jon and Roy gewiss nicht allein, die Sache aber ist wie sie die Gitarre verwenden und welche Rolle sie im Soundbild der Band spielt. „Here“ ist bereits das achte Album der Kanadier und wenn man bei Spotify mal etwas zurückspielt und sich die ersten Alben wie „Sittin‘ Back“ oder „Another Moon“ anhört fällt auf, dass sie ihrem Stil seit ewig treu geblieben sind. Dennoch hat sich die Gruppe nicht frei vom Fortschritt gemacht und das beweist auch das neueste Album, welches jetzt am 1. März 2019 erschienen ist.

Der Opener mit dem gleichnamigen Titel „Here“ liefert auf 3:21 Minuten alles, wofür Jon Middleton und Roy Vizer seit jeher stehen (Anmerkung: auch wenn der Name es nicht hergibt, besteht die Band doch aus drei Personen und so werden Jon and Roy von Louis Sadava, den man von Current Swell kennen könnte, unterstützt). Melodisch doppelt sich der Gesang von Jon Middleton mit den Instrumentenspuren, wodurch der gewohnte und bekannte Einklang entsteht, der die Musik zum perfekten Begleiter für jegliche Situation macht. Ob alleine vor der Anlage, unterwegs über Kopfhörer, im Café im Hintergrund oder während der Autofahrt, der Sound ist sofort zugänglich, macht Spaß und ist trotz dieser Symptome alles andere als Langweilig.

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Unterstrichen wird das von der Diversität, die das neue Album von Jon and Roy mit sich bringt. „Headstrong“ zum Beispiel überrascht direkt zum Start mit dem Einsatz von Blasinstrumenten, welche natürlich auch im Musikvideo zu sehen sind.

Es folgen weitere Songs die von der Machart her teilweise an die alten Bright Eyes oder Mumford & Sons erinnern. „Seven Colts“ zum Beispiel ist einer dieser Anspieltipps. Weiterhin ist von der Ballade „Where Has My Love Gone“ bis zum Reaggae-Stück „In My Arms“ so ziemlich alles dabei, was man von einem Jon and Roy Album erwarten würde. Keine große Überraschung, die aber auch nicht not tut, solange sie das was sie können, so schön machen.

Jon and Roy auf Tour

  • 16.03.19 Hamburg, Nochtspeicher
  • 17.03.19 Frankfurt, Elfer Club
  • 18.03.19 Nürnberg, Club Stereo
  • 19.03.19 Köln, Studio 672
  • 23.03.19 Berlin, Lido
  • 24.03.19 Regensburg, Degginger
  • 27.03.19 Stuttgart, Club Cann
  • 28.03.19 München, Strom