Kairo

Wenngleich es Bands wie Turbostaat, Beatsteaks, Findus und einige weitere Ausnahmen gibt – generell bin ich kein Fan deutscher Musik, die oftmals weichgespült, berechenbar und unkreativ daherkommt. In meine kleine Riege favorisierter deutscher Bands gesellte sich kürzlich eine weitere, die auf den Namen „Kairo“ hört.

Jene Band stammt aus Oberhausen, besteht aus Sänger und Gitarrist Alessandro Marra, dem Basser Dominik Kuß, dem zweiten Girarristen Steven Norrie sowie Drummer Till Ravenstein. Musikalisch ordnet man sich in der Richtung Sub-Indie/Post-Pop ein und das tun sie nicht umsonst: Die Stimme von Marra wirkt kräftig, sympathisch und enthusiastisch, die Lyrics regen zum Nachdenken an und generell schwappt einiges an Pathos in der Musik der Truppe mit.

Während es die Band bereits seit einigen Jahren gibt, haben sie in diesem Jahr ihre erste EP mit dem Namen „Son of Gold“ veröffentlicht. Diese umfasst sieben Tracks und über die gesamte Länge zeigt sich eine konstant hohe Qualität. Ich spare mir an dieser Stelle großartige Umschreibungen, stattdessen könnt ihr hier einfach via Spotify reinhören (meine Highlights sind übrigens „Cavernlight“ und „Great Offender“):

Auch live können die Oberhausener einiges. Ich hatte die Gelegenheit, sie am 06. Oktober live in Essen als Vorband der Intergalactic Lovers in der Essener Weststadthalle zu sehen – dort habe ich Kairo übrigens überhaupt erst kennengelernt. Live sind sie meiner Meinung nach sogar noch besser, als im Studio, denn hier kommt die Atmosphäre, die die Songs erzeugen, noch einmal besser zur Geltung. Nach besagtem Auftritt habe ich dan auch direkt die EP am Merchandise-Tisch gekauft, an dem Alessandro Spalier stand – ich muss dazu sagen, dass ich meine Musik seit zwei Jahren ausschließlich via Rdio höre und seltenst CDs kaufe – insofern hat das also durchaus etwas zu sagen. ;)

Sowohl auf der EP, als auch live, hat man das Gefühl, als hätte man es mit einer ganz großen Post-Band zu tun: Sie wissen, was sie tun, ihre Musik ist große Klasse und ich will schlicht und ergreifend mehr. Ich für meinen Teil kann euch Kairo also bedingungslos ans Herz legen und wenn euch die EP gefällt, solltet ihr die Band auch auf einem ihrer Konzerte besuchen, von denen in diesem Jahr noch vier anstehen:

  • 28.11. Hutmacher/Utopiastadt, Wuppertal
  • 29.11. Actionhaus, Heidelberg
  • 30.11. Brunnenhof, Trier
  • 12.12. Druckluft, Oberhausen

Kairo im Web: Webseite / Facebook / Bandcamp / Vimeo / YouTube

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