Foto: Felix Pirker

Foto: Felix Pirker

Ein Quintett aus Innsbruck – sie nennen sich KÁLA und machen seit 2013 gemeinsam Musik, die Elemente aus Post-Rock und Hardcore-Punk sowie vielen weiteren Richtungen dazwischen miteinander kombinieren. Ihre erste DIY-EP, die sie „Antithesis” tauften, veröffentlichten sie im letzten Jahr. Heute veröffentlichen sie via Uncle M die Antithese zur Antithese: Thesis.

KALA - Thesis

Thesis besteht aus fünf neuen Songs. Den Einstieg macht „Monologue”, ein recht kurz gehaltenes Intro, welches das Konzept offenbart, welches hinter der EP steckt. Es geht um innere Zerissenheit, Zwischenmenschlichkeit, Verzweiflung und Wut – all solche Emotionen, die in einem stecken können. Es aufgrund dessen aber möglicherweise als „Emo” abzutun, trifft die Sache nicht richtig, denn dafür sind die Aussagen und die Kraft hinter diesen zu stark, dafür werden die Geschichten zu entschlossen erzählt.

Generell sprüht die Musik der Band vor Kraft. Die Riffs drücken, die Drums treiben den Sound nach vorne, mit dem Kopf durch die Wand. Die Vocals passen dann wie das i-Tüpfelchen sehr gut zum restlichen Sound, sodass es oftmals einfach brachial, aber trotzdem überlegt, nach vorne geht. Trotzdem gibt es auch ein paar ruhige Momente, wie zum Beispiel beim dritten Song „Tristesse”, in denen man sich etwas zurücknehmen kann, um das Gehörte sacken zu lassen.

Zurück zum Konzept: Nach dem einleitenden Monologue werden die beiden Charaktere „Emil Sinclair” und „Helena” in den jeweils entsprechend benannten Songs vorgestellt. Die beiden Songs „Tristesse” und „Disconnected” beschreiben dann ihre jeweiligen Gefühlslagen, wobei ersterer auf Emil und „Disconnected”, welcher die EP auch gleichzeitig abschließt, auf Helena beziehen. Es werden die entsprechenden Gefühlslagen und die allgemeine Unzufriedenheit dieser beiden Charaktere besungen.

Einerseits bringen die Songs die Aussagen eindrucksvoll herüber, sodass sie im Kopf stecken bleiben. Andererseits finde ich es bemerkenswert, dass eine Band mit einem Konzept an eine EP-Veröffentlichung herangeht. Die Songs sind so nicht bloß fünf zusammengewürfelte Stücke; stattdessen gehören sie in eben jener Reihenfolge zusammen und sie erzählen Geschichten mit übergeordneten Grundaussagen. Gerade das macht die „Thesis” gerade zu einer interessanten und etwas anderen EP, die man sich zweifelsfrei anhören kann.

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