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A Number Of Small Things, der Mailorder von Morr Music, bietet bereits seit geraumer Zeit jeden Winter CDs und Platten zu kleinsten Preisen im ANOST-Shop an. Die Produktpalette umfasst Künstler von Morr Music selbst und vielen weiteren befreundeten Indie-Labels. Beim Stöbern findet man hier viele spannende Alben von Bands, von denen man bis dato noch nie gehört hat. Wer sich gern treiben lässt und Musik entdecken mag, die oft unter dem Radar läuft, wird hier fündig. Um euch nicht gänzlich im Dunkeln tappen zu lassen, habe ich einige der reduzierten Alben für euch herausgesucht, die mir bereits geläufig sind und die ich empfehlen möchte.


Fangen wir mit etwas nicht gänzlich Unbekanntem an. Me and my Drummer stammen aus Berlin und konnten mit ihrer Debütplatte „The Hawk, the Beak, the Prey“ vor zweieinhalb Jahren einige mediale Szene-Aufmerksamkeit einheimsen. Das Album ist sehr atmosphärisch, teilweise erreichen die Songs Überlebensgröße und wachsen zu Hymnen heran. Bei ANOST gerade für 7 Euro auf CD zu bekommen.


Da sind die Eighties doch glatt mit Indie- und Folkrock durchgebrannt! Frontmann Ryan Lynch mag dem einen oder anderen bereits von der Band Girls bekannt sein, doch auch sein Projekt Dominant Legs bringt auf „Invitation“ sehr durchdachten und hittigen Pop in eure Ohren. Eine klare Einladung zum Tanzen! Und der ANOST-Preis lädt zum Kauf ein wie ein Marktschreier – die kleine Silberne und die große Schwarze gibt’s für je zweieinhalb Flocken!


Nur sieben Tracks stark, aber unglaublich gut ist der leider einzige Langspieler von The Year Of. Bei der Besetzung rund um Frickel-Pionier B. Fleischmann hätte man sicher keine Singer-Songwriter-eske Platte erwartet, doch so fühlt sich „Slow Days“ an. Bedächtig geht es hier ganz dem Titel gerecht zu. Perfekt für schön ruhige Winterabende, in der man zum Beispiel die bei ANOST erworbenen Platten ins Regal sortiert. Die hier kostet einen Fünfer, als CD sogar nur drei Euro! Für mich persönlich das größte Highlight des diesjährigen Winter Sales – kauf‘ ich einfach noch ein zweites Mal!


Bleiben wir in ruhigen Gefilden. Benni Hemm Hemm kommt aus Island, wo ja bekanntlich einiges an Musik entsteht, die man in der Form sonst weniger oft zu Gehör bekommt. „Kajak“ ist komplett in der Muttersprache des virtuosen Freak Folk-Musiker und -Sängers gehalten. Verstehen hier sicher die wenigsten, manchmal versteht man den Takt auch nicht vollends, aber das Albums bleibt stets zugänglich und bringt schöne Brass Elemente mit. LP für fünf Euro, CD für die Hälfte!


Contriva, die Band rund um Masha Qrella, zeigt sich auf „Separate Chambers“ bodenständig, gitarrenorientiert und die Songs bleiben angenehm im Ohr. Da steckt Sommer drin! Sommer im Straßencafé! Jetzt schonmal nach Hause holen – kostet nur 2,50 Euro als CD!


Experimentell und elektronisch, dennoch zugänglich und teilweise poppig kommen März auf ihrem zweiten Album „Wir sind hier“ daher. Ein tolle Symbiose aus Synthesizer und Folkgitarre. Die CD gibt es für schlappe Zwei Fuffzich!


The Year of Hibernation“ ist das verträumt melancholische Debüt von Youth Lagoon a.k.a. Trevor Powers, auf dem der US-Amerikaner seine Erinnerungen und Ängste in fragilem Lo-Fi-Ambiente verarbeitet. Rauschend, hypnotisierend, gänstehauterregend. Was für ein Album, was für ein Preis: 2,50 Euro für die CD!


Zugegeben, „Everything at once“ ist eins der Alben von I’m not a Gun, die mir bisher nicht geläufig sind. Daher werde ich bei diesem Deal selbst zuschlagen, denn auf ihren weiteren Werken schaffen die Kalifornier stets eine tolle Atmosphäre durch ihren instrumentalen, teils mit elektronischen Elementen gespickten Indierock. Vinyl für ’n Zehner? Why not!


Zu guter Letzt noch ein schwer einzuordnendes Stück Musik. PTTRNS aus Köln sind hier mal irgendwie funky, dort mal ziemlich experimentell, haben da mal leichte Emo-Einflüsse (die Cap’n-Jazz-Art von Emo, aber das ist auf dieser Platte auch nicht so präsent) und bleiben eigentlich immer tanzbar. Sehr spannend, sehr cool. Nur sieben Tacken für „Body Pressure“ auf CD!