KMPFSPRT Matrix 01

Vor knapp drei Wochen erst sah ich KMPFSPRT zusammen mit Adam Angst in der Essener Weststadthalle und das war absolut genial! Natürlich habe ich es mir dann nicht nehmen lassen, in der Bochumer Matrix vorbeizuschauen, in der die Kölner Punker im Rahmen der RAWR!-Partyreihe auftraten. Des Weiteren spielten auch noch Liar, AElement und Fall of Gaia, die auch gleich noch ihre Album-Release-Party schmissen. Gleich vorweg sei aber gesagt, dass ich mir Liar und Fall of Gaia nicht angeschaut habe – ist eben einfach nicht meine Musik.

Das Matrix: Tolle Location mit einigen Fiesheiten

Liar Matrix

Das Matrix im abgelegenen Bochum-Langendreer fernab des populären und durchsifften Bermudadreiecks ist eine Diskothek, dessen Gebäude ein ehemaliges Brauhaus ist, welches vor 150 Jahren gebaut wurde. Dementsprechend geil sieht die Location aus: Mehrere Floors, die sich über ebenso viele Etagen ziehen, gespickt von gefährlich tiefgehenden Treppengängen erwecken einen sehr rustikalen Eindruck.

In der untersten Etage findet man dort den „Tube”, den Konzert-Floor: Ein langgezogener Schlauch, umgeben von altem Backstein. Das Ambiente ist besonders und während ich üblicherweise abgeranzte Punk-Schuppen liebe, ist der Tube fotogen, wie kein anderer Venue. Die Bauweise birgt aber auch ihre Fiesheiten, denn diese sind für den Sound nicht wirklich zuträglich. Im letzten Jahr habe man in eine komplett neue PA investiert, allerdings kommt auch diese mit den Herausforderungen des Gebäudes schlichtweg nicht zurecht.

Optisch hui, akustisch pfui – so könnte man es durchaus ausdrücken. Trotzdem bin ich dort gerne unterwegs, denn trotz des wenig optimalen Sounds macht es Spaß, dort zu sein.

AElement: Eine positive Überraschung

AElement Matrix

Wie gesagt, Liar habe ich mir geschenkt. Kurz reingehört habe ich natürlich, aber es ist eben nicht meine Musik und so ging es direkt wieder an den Tresen zurück. Zu AElement ging es aber zurück in den Tube, denn die versprachen interessant zu werden. Eine Mischung aus Alternative Rock und Drum ’n‘ Bass sollen die Bremer machen, wie ich im Vorfeld las.

Das wiederum traf im Endeffekt auch exakt zu. Es ist schon durchaus cool zu sehen, wie eine echte Band Drum-’n‘-Bass-Rhythmen auf die Bühne bringt und dieses mit einem guten MC sowie energiereichen Riffs kombiniert. Die Crowd war ebenfalls ziemlich begeistert, sodass sich nach einigen Songs ein Circle-Pit bildete. Zwischendurch gab es dann noch Remixe von Rage Against the Machines „Killing In The Name Of” sowie „Last Resort” von Papa Roach – da gefiel mir dann sogar letzterer Song, mit dem ich eigentlich überhaupt nichts anfangen kann.

Insgesamt war ich also definitiv positiv beeindruckt von AElement, die am 06.11. ihr Debütalbum „#NEONSCHWARZ” veröffentlichen werden. Die Energie, die sie auf die Bühne bringen und der sehr interessante Musikmix resultieren in einer erfrischenden Mischung, die man in dieser Form nicht jeden Tag zu sehen bekommt.

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KMPFSPRT: Spaß, Tanz und Pannen

KMPFSPRT Matrix 02

Nachdem ich den anschließenden Auftritt von Fall of Gaia abseits der Bühne mit hopfenhaltigen Erfrischungsgetränken verbrachte, kamen dann endlich KMPFSPRT auf die Bühne. Erwartungsgemäß ging es dann direkt zur Sache – auch vor der Bühne! Vom Anfang bis zum Ende wurde gemosht, die Crowd war in exzellenter Laune.

KMPFSPRT Matrix 03

David imitiert den klischeehaften Indie-Gitarristen

„Geschichte” wurde außerdem auch noch geschrieben, denn nach dem dritten Song hatte Gitarrist David bereits zwei Gitarrengurte auf dem Gewissen, was natürlich für einige lustige Momente sorgte. Nach einigen weiteren Songs bekam er einen weiteren Gurt, der ihn dann zum Indie-Gitarristen machte – irre witzig sah das aus!

Während die angesprochenen Soundschwierigkeiten des Venues bereits bei AElement bemerkbar waren, machten sie sich bei KMPFSPRT erst so richtig breit. Die Snare-Drum übertönte beispielsweise alles und der Gesang war nur schwer wahrnehmbar. KMPFSPRT klangen vor drei Wochen in der Essener Weststadthalle ungleich besser und wenn man eine solche Vergleichsmöglichkeit hat, wird einem erst so richtig bewusst, wie groß die akustischen Schwierigkeiten in der Matrix tatsächlich sind.

Wenn ich dann am Ende des Tages trotzdem sage, dass mir der Auftritt der Band viel Spaß machte, heißt das schon einiges. KMPFSPRT ist eine hervorragende Live-Truppe, die mit extrem viel Spaß auf der Bühne agiert und ihre gute Laune überträgt sich vom ersten bis zum letzten Song auf die Zuschauer. Ich kann es nicht oft genug sagen, aber KMPFSPRT gehört zu den ganz Großen der aktuellen Deutschpunk-Szene und da ändert auch keine noch so durchwachsene Akustik irgendetwas dran!

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