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Alle die mich ein wenig kennen wissen, dass ich nicht ganz unvoreingenommen an diese Sache rangehen kann. Ich liebe John Butler und die Musiker die er um sich herum scharrt. Er ist eines der besten Beispiele dafür dass man es von der Straße in die Clubs und auf die großen Bühnen dieser Welt (z.B. das Red Rocks Amphitheater) schaffen kann. Hobbygitarristen und andere Musikenthusiasten wissen seit je her was mit dem namen John Butler bzw. dem John Butler Trio anzufangen und auch die heutige Generation der „YouTuber“ sind sicher schon über dieses Video seiner Ocean-Performance gestoßen, welche bis dato knapp 20 Millionen Klicks erzielen konnte.

Mein letzter Besuch beim John Butler Trio ist nun schon fast 4 Jahre her, damals berichtete ich noch auf meinem erstem kleinem WordPress-Blog auf den ich hier nur ungerne verlinke aber hey, jeder fängt mal klein an ;-) Deshalb auch die große Begeisterung, als dann letztes Jahr zu Weihnachten das Ticket für die Hamburg-Show in der Großen Freiheit 36 unter dem Christbaum lag. Und jetzt am Dienstag war es dann so weit, mit den Freunden zusammen gesetzt und ab in die schöne Hansestadt!

Bereits um 18:30, eine halbe Stunde vor Einlass, war bereits gut was los in der berühmten Straße die beim von Touristen beliebtem Beatles-Platz ihren Anfang nimmt. Nach netten Gesprächen durften dann etwa eine Stunde später die aufgeregten Gesichter die Location betreten und der kalifornische Opener Brett Dennen stand dann pünktlich um 20 Uhr auf der Bühne um die Menge für das australische Trio vorzuwärmen.

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Seine Musik wurde unter anderem schon in Erfolgsserien wie Dr. House oder Scrubs verwendet und wurde oft schon mit den Tunes anderer namhafter Künstler wie Tracy Chapman oder Bob Dylan verglichen. Demnach war es dann auch kein Wunder, dass sich bei „Ain’t No Reason“ meine Nackenhaare nach oben richteten und ich im Meer einer Gänsehaut versank.

Danach verlief alles nach Plan und das John Butler Trio übernahm gegen 21 Uhr die Bühne und gab über zwei Stunden lang alte und neue Hits zum Besten. Hierbei ist anzumerken dass dieses Trio eine der wenigen Gruppen ist, deren Musik live wesentlich lebendiger klingt als auf jedem Album. Diesen Geist und diese Atmosphäre die da in der Luft liegt kann man einfach nicht einfangen.

Nach etwa der Hälfte der Setlist dann das Highlight. John schickte seine Kollegen Byron und Grant für eine Pause hinter die Bühne und nahm sich seinen Hocker und seine geliebte 11-saitige Maton. Fans mit geübtem Auge wissen natürlich sofort was folgt – Ocean. Ein Song, den John Butler schon seit über 15 Jahren spielt und niemals gleich klingt. Wo bei der obigen Verlinkung der Song noch etwas über fünf Minuten andauert bekommen wir hier in Hamburg eine circa viertelstündige Version dieses epischen Stücks auf unsere Augen und Ohren.

Viel bleibt dann auch nicht mehr zu sagen. Wie erwartet ein super Konzert, soundtechnisch hätte von der Venue her mehr gehen können aber das war an diesem Abend eher zweitrangig. Danke Brett Dennen, danke John Butler.

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