Lera Lynn

Frühjahr 2014. Beim US-Bezahlsender HBO feiert die Miniserie True Detective Weltpremiere. In den Hauptrollen: Matthew McConaughey, Woody Harrelson und das zerfallene Idyll von Louisiana, welches metaphorisch gezeichnet ist vom Verfall aller Moral und dem Anstieg staatlicher Korruption. Die beiden Schauspieler waren bis dato nicht gerade als klassische Charakterdarsteller bekannt, weshalb die Reaktion vor dem Start noch verhalten ausfiel. Verfällt der Sender, der mit The Sopranos, The Wire oder Game of Thrones einige der größten Serien aller Zeiten hervorgebracht hat, nun dem Schein von funkelnden Hollywoodstars, statt dem innovativer Autorenköpfe?

Wenige Minuten nachdem der Pilot The Long Bright Dark am 12. Januar 2014 über die US-Bildschirme flimmerte, konnte sich Showrunner Nic Pizzolatto kaum noch vor Lob retten: die Dürreperiode sei vorbei, ein neues Breaking Bad habe sich endlich am Himmel hervorgetan und würde unser Fernsehverhalten für immer verändern! Anders als viele der heutigen Serien, setzten alle acht Episoden der Dramaserie dabei auf ein ausführlich-konzipiertes Intro. Das Titelstück Far From Any Road entwickelte sich schnell zum Ohrwurm, The Handsome Family wurden über Nacht zu einer der gefragtesten Bands des Landes. Das Stück war zu dem Zeitpunkt bereits elf Jahre alt.

Allen Beteiligten war schnell klar, dass das Drama es nicht bei einer Staffel belassen wird. Mit neuer Geschichte, neuem Schauplatz, und neuen Gesichtern feiert am Sonntag, dem 21. Juni die zweite Staffel seine Premiere. In den Hauptrollen befinden sich mit Colin Farrell, Rachel McAdams und Vince Vaughn abermals vermeintlich-unterschätzte Hollywoodstars, welche durch jene Plattform nun ebenfalls die Gelegenheit erhalten Kritiker und Presse vom Gegenteil zu überzeugen. Nicht wesentlich unwichtiger war die Frage nach dem neuen Titelstück. Von wem wird das Theme diesmal kommen? Und wird es dem Intro gelingen den Hörer beim ersten Mal zu fesseln, dabei die düstere Aura der Episoden musikalisch zu tragen und den Zuschauer nach mehr dursten zu lassen? Die Antwort ist: ja!

Im Teaser ist sie bereits zu hören, die zauberhafte Stimme der US-Singer-Songwriterin Lera Lynn. HBO bestätigte in Folge eines heftigen Fragegewitters nur Stunden später, dass es sich bei dem schwermütigen Stück um eine Eigenkomposition handelt, das Stück sei noch nicht käuflich zu erwerben. Verantwortlich für die musikalische Untermalung des Dramas zeichnet sich abermals T-Bone Burnett, welcher für seine Arbeit an Crazy Heart 2010 mit einem Oscar und Golden Globe ausgezeichnet wurde.

Nach über 7 Millionen Klicks und keinerlei Andeutungen wann wir endlich Lynns Song in voller Länge zu hören bekommen, waren die ersten Eigenkreationen und Remixes schon mit 10 Kilometer Anlauf in der Glaskugel zu sehen. Einer der gelungensten stammt von Curly Tonic & Franz S. aus Zürich, welche nicht nur zusätzliche Gitarren- und Bassparts drunterlegten, sondern den Teaser in True Detective Manier mit bekannten Szenen der 1. Staffel und Auftritten Lera Lynns zusammenlegten.

Und nun das Beste zum Schluss: den Remix hat euch Curly Tonic auf seiner Facebook-Seite zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt! Weniger erfreulich ist hingegen die Tatsche, dass Sky Deutschland plant die deutsche Fassung erst ab dem 24. September auf Sky Atlantic zu bringen. Kein Grund zur Sorge, die Originalfassung wird es dennoch analog zur US-Ausstrahlung auf Sky zu sehen geben. Auf die neue Season!

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