Kristoffer Bolander

Fotos: Charles Engelken, noisiv.de

Die Astra Stube ist ja bekanntlich ein Laden, der bereits halb voll ist wenn eine fünfköpfige Band auf der Bühne steht. Zugegeben, viel los war beim Konzert von Kristoffer Bolander nicht, was aber nicht seine und die Motivation der Band minderte, dem Publikum die bestmögliche Show darzubieten. Warum ihr die nächste Gelegenheit die Band um Kristoffer Bolander live zu sehen nicht ausschlagen solltet, sollen die folgenden Zeilen und die Fotos von Charles Engelken selbsterklärend, tja nun, erklären.

What Never Was Will Always Be

Das neue Album stand selbstredend im Fokus des Tourauftakts des talentierten schwedischen Liedermachers. „What Never Was Will Always Be“ erschien am 30. März 2018 und ist das zweite Soloalbum von Kristoffer Bolander, der zuvor mit seiner Band Holmes zumindest in der Szene und den einschlägigen Musikblogs Bekanntheit erlangte.

Kristoffer Bolander - What Never Was Will Always Be

Kristoffer Bolander umarmt mit zweitem Album „What Never Was Will Always Be“

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Für Fans von Ásgeir und Sigur Rós

Zwar stammt Kristoffer Bolander nicht aus Island, doch erinnert mich sein englischer Akzent und der teilweise mit Kopfstimme angehauchte Vokaleinsatz sehr an oben genannte Künstler. Dies stellte er auch in der Astra Stube unter Beweis, wo er von einer vierköpfigen Band, unter anderem seinem Bruder an den Keys, unterstützt wurde.

Eine Vorgruppe gab es nicht und so startete das Konzert recht pünktlich um kurz nach 21 Uhr. Der Sound in dem für etwa 100 Menschen ausgelegten Location war stimmig und ausgewogen und man fühlte sich gleich etwas wie Zuhause, als man Kristoffer Bolander barfuß auf dem Perserteppich vorm Mikrofonständer hat stehen sehen. Neben den neuen Titeln kam das Debütalbum „I Forgive Nothing“ mit seinen Einsätzen auch nicht zu kurz, weshalb wir uns über Performances von unter anderem „Running Man“ oder „In Vain“ freuen durften.

Kristoffer Bolander ist keine Rampensau

Und das finde ich auch nicht schlimm. Ganz im Gegenteil. Mit seiner Musik zeichnet sich Kristoffer Bolander eher als romantischer Künstler aus, als mit seiner Art dick aufzutragen. Er ist an diesem Abend bescheiden, dankbar und ein wenig schüchtern, was ihn sehr sympathisch gemacht hat. Dies spiegelte sich auch im Smalltalk nach dem Konzert wieder, durch das ich diesen Künstler noch weiter in mein Herz schließen konnte. Hach!

Noch ist er mit seiner Band unterwegs, checkt die Termine und besucht Kristoffer Bolander auf einem seiner weiteren Konzerte!

Fotogalerie: Kristoffer Bolander in der Astra Stube

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