Credit: Aaron Schorch

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Nachdem wir hier ihr Musikvideo zu „Don’t“ vorgestellt und den gleichen Song in unserer vierten Ausgabe der NOISIV TRACKS eingebaut hatten, kommen wir nun zum dazugehörigen Album-Review. Es geht folgend um „Reskinned“, das Debütalbum der Female-Fronted Rockband Larkin Poe. Am 18. März 2016 feierte die Scheibe ihren Release und allgemein festzustellen ist, dass die Platte noch mehr kann als die erste Single „Don’t“ versprochen hatte.

Beim Opener „Sucker Puncher“ könnte man glatt denken man hört neue Songs von Royal Blood oder The Black Keys. Das Gefühl, dass eben solche Bands mit einer Sängerin zusammengearbeitet haben, wird man das ganze Album über nicht los. Das ist aber nur positiv zu sehen, denn der Sound den Larkin Poe da auf die Beine stellen, ist einfach nur fett.

Besonders abwechslungsreich wird es mit Tracks wie „When God Closes A Door“ oder „Stubborn Love“, die teils an Peter Bjorn and John erinnern und wie gesagt ganz anders daherkommen, als man es vorher erwartet hat. Bluesige Slideguitars gefolgt von folkigen E-Gitarren-Licks machen das Debüt von Larkin Poe zu einer ungewohnt runden Nummer. Es gibt soundtechnisch zwar keinen roten Faden und doch weiß man, dass alles zusammengehört. Will heißen: „Reskinned“ funktioniert als Ganzes genau so gut, wie die einzelnen Titel.

Was bleibt, ist dass Larkin Poe sich zumindest für mich persönlich in meine Liste meiner liebsten von Mädels angeführten Bands einreiht. Neben Warpaint, HAIM und Daughter stechen sie sogar gut hervor. Abwechslungsreiche, satt produzierte und gut durchdachte Rockmusik auf ein Album gepresst. Das kann zum einen nicht jeder, und macht auch nicht jeder. Bleibt final nur noch spannend abzuwarten, was sie live für eine Figur machen, aber da bin ich guter Dinge. Wer übrigens dieses Jahr beim Rock am Ring oder beim Rock im Park ist, sollte Larkin Poe in keinem Fall verpassen!

Nachträgliche Anmerkung: Seitens Universal Music wurde kommuniziert, dass es sich bei „Reskinned“ um das Debütalbum von Larkin Poe handelt. Die Band veröffentlichte bereits im Vorfeld andere Tonträger, im Detail „KIN“, das z.B. laut Wikipedia als erstes Studioalbum der in 2010 gegründeten Band gilt. Am Ende ist es Auslegungssache und tut der Musik in nichts ab, daher viel Spaß mit dem Release!

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