Leoniden

Foto: Robin Hinsch

Nach ihrer „Two Peace Signs“-EP haben alle vorausgesagt, dass die Leoniden mit ihrem Debütalbum den großen Wurf landen würden. Nun wird eben jene Platte endlich am 24. Februar veröffentlicht und wir können uns alle davon überzeugen, ob dem Quintett dieser Wurf denn gelungen ist. Die EP hat die Latte jedenfalls schon ziemlich hoch gelegt.

Das Album beginnt direkt mit der aktuellen Single „Nevermind“, anschließend folgt „1990“ – die Single der EP. Das ist schonmal ein ordentliches Indie-Feuerwerk, da bleibt kein Tanzbein ruhig stehen. Schnell wird klar: Die Leoniden wildern in den verschiedensten Genres: Indie-Rock, etwas Punk-Spirit und auch ein gewisser Pop-Appeal ist nicht von der Hand zu weisen.

Interessant ist dabei vor allem die Art und Weise, wie dieser Mix am Ende des Tages zustande kommt: Hier feuern sie ein Percussion-Feuerwerk, dort gibt es kleine (und vor allem passende) Autotune-Einlagen und an anderen Stellen lassen sie sich von Chören unterstützen. Der Reichtum an kleinen Feinheiten, die vielleicht nicht immer offensichtlich heraushörbar sind, ist beinahe schon überfordernd.

Das wiederum ist das auch vielleicht einzige Problem des Albums: Ein paar Songs brauchen unheimlich lange, bis sie sich beim Hören endlich entfalten können und ankommen, weil sie so vollgepackt wurden. Wenn diese Eingewöhnungsphase aber überstanden ist, kann man nicht mehr von diesen Sounds ablassen – vor allem „Remote“ steht dafür stellvertretend.

Dann gibt es wiederum Tracks der Sorte „Sisters“, die etwas geradliniger aufgebaut sind und gerade auch deswegen einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen. Überhaupt hat die Band einen unnachahmlichen Riecher für mitreißende Hooks und nach dem Closer „Eleven Hands“ wird zudem klar, dass den Jungs scheinbar nicht nur auf der Bühne niemals die Energie ausgeht.

Das Debütalbum der Leoniden ist interessant, mitreißend, anders und bei all diesen Eigenschaften oftmals auch zugänglich. Hier ist es (entgegen meiner vorherigen Vermutungen) hilfreich, dass sich die Band dafür entschieden hat, die EP-Songs mit ins Album zu packen, an denen man sich anfangs entlanghangeln kann, um die neuen Songs für sich zu entdecken.

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Leoniden: Two Peace Signs Tour

  • 11.03. – Münster, Gleis 22
  • 16.03. – Kiel, Die Pumpe
  • 17.03. – Flensburg, Volksbad
  • 18.03. – Hamburg, Molotow
  • 21.03. – Hannover, Lux
  • 22.03. – Bremen, Lagerhaus
  • 23.03. – Oberhausen, Druckluft
  • 24.03. – Lingen, Alter Schlachthof
  • 25.03. – Braunschweig, B58
  • 25.03. – Rostock, Peter-Weiss-Haus
  • 27.03. – Magdeburg, Musikkombinat
  • 28.03. – Leipzig, Naumanns im Felsenkeller
  • 30.03. – Berlin, Musik & Frieden
  • 31.03. – Wiesbaden, Schlachthof
  • 01.04. – Stuttgart, 1210
  • 02.04. – München, Sunny Red
  • 04.04. – Köln, Blue Shell
  • 05.04. – Saarbrücken, Garage
  • 06.04. – Würzburg, B-Hof
  • 07.04. – Michelstadt, Unterholz Club
  • 08.04. – Augsburg, Soho Stage
  • 09.04. – Ludwigshafen, Das Haus

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