Fotos: Charles Engelken, noisiv.de

Bevor ich zum Hauptteil dieses Artikels komme, eine kleine Beichte meinerseits:

Egal welche Band ich interviewte oder mit wem ich sprach, irgendwie ging es ständig um die Leoniden. Ich denke, ich war schlichtweg genervt vom dem Hype um die Jungs und habe mich geweigert, die Musik der Jungs zu hören oder Konzerte zu besuchen.
Eins habe ich daraus definitiv gelernt: Ich war ganz schön blöd!

Das Oakfield Festival ist eines meiner absoluten Lieblings-Festivals, weshalb ich mir dachte „Gut, wenn du schon mal da bist, dann kannst du auch einfach mal diese Kieler interviewen“. Gesagt, getan – und was soll ich sagen? Ich habe mich verliebt! Eine Live-Performance wie sie von den fünf Boys an den Tag gelegt wird, habe ich selten erlebt – und ich bin alt, und viel auf Konzerten, ihr dürft mir also ausnahmsweise vertrauen. Der Sound von Djamin, Jakob, Lennart, JP und Felix ist tanzbar und macht aus jedem Miesepeter eine Frohnatur. Gute Laune an allen Enden sozusagen.

Auf dem Oakfield Festival durfte ich mit Djamin und Jakob über Kampfsportarten, den Hype um die Band und vieles mehr quatschen. Während des Interviews sind uns nicht nur Spinnen in den Weg getreten, sondern auch blasse Schnorrer und mehr. Um es mit Djamins Worten zu sagen: „Let´s get have some fun!“

Leider ist Lennart jetzt nicht dabei…

Jakob: Ich beantworte das für ihn, ich bin sein persönlicher Manager.

Djamin: Ich auch.

… und zwar, was ist euer bestes Mittel gegen Aufregung, außer hinter Verstärker zu kotzen?

Jakob: (lacht) ist auf jeden Fall ein altbewährtes Mittel. Richtig langweilige Antwort von mir wäre jetzt: Routine.

Djamin: Boah, du hast eine riesengroße Spinne auf dem Kopf!

(lautes schreien)

Oh mein Gott,  die ist richtig groß, so richtig groß! Ohne Scheiß, die hatte richtig lange Beine.

Jakob: Ich hasse mein Leben!

Djamin: Guck, da läuft sie.

Aber nicht tot machen!

Djamin: Nein, natürlich nicht!

Jakob: Also Leute, jetzt noch mal ohne Spinne! Meine Antwort ist tatsächlich: Routine. Ich war immer aufgeregt, das wird zwar immer weniger, aber es ist auch immer noch da. Das darf man nicht ignorieren. Wir trinken sonst, sind entspannt miteinander, bauen alles auf, checken alles hundert Mal und dann spätestens nach ein zwei Songs ist es dann weg.

Djamin: Ja, unterschreibe ich so.

Ganz viele Bands, die ich dieses Jahr interviewt habe, z. B. Van Holzen und Blackout Problems, … [wir werden schon wieder unterbrochen, weil jemand auf der Suche nach Blättchen ist]

Jakob: (lacht) erst eine Spinne und dann so ein blasser Junge.

… wenn ich die gefragt habe, „was sind eure Newcomer Bands des Jahres?“ haben alle immer laut „Leoniden“ gerufen. Aber was ist denn eure Newcomer Band des Jahres?

Jakob: Ey, das ist gar nicht so leicht! Wir sind halt super gut mit Der Ringer befreundet und wir haben Giant Rooks auf anderen Festivals ganz oft gesehen und die kennengelernt. Dadurch sind die für uns so ein bisschen wichtig geworden und man behält sie auch im Auge. Aber so richtig, was dieses Jahr durchstartet … Gurr (Anmerkung d. Redaktion: Wir haben zwei coole Live-Sessions mit den Mädels. Guckt mal rein!) ist eine Band die ziemlich oft spielt, wenn wir spielen, die sind ziemlich cool – also der Geheimtipp, ne! In Kiel haben wir unseren Kopf auch einfach im Sand stecken, wir proben den ganzen Tag und schreiben Lieder und arbeiten und fahren am Wochenende weg und sind halt gar nicht so … Wen würdest du denn sagen?

Das ist tatsächlich gar nicht so leicht, Van Holzen sind bei mir ganz weit oben mit dabei und ich würde euch jetzt wohl auch dazu zählen.

Jakob: Oh, Dankeschön! Und wir finden das übrigens auch total süß von Van Holzen und den Blackout Problems, obwohl wir uns gar nicht kennen. Eins fällt mir aber noch ein: I Salute! I Salute kann man mal sagen. Wir waren mit denen auf Tour und heute (04.08.) haben sie Release Day, also Happy Release Day! Sind einfach nette Jungs und machen ganz schön anstrengende, komplexe Hip Hop Musik mit ziemlich krassen Live-Drums und das ist echt fett! Man merkt da auch immer noch den Indie und Punk-Spirit drin und der Drummer ist auch eigentlich ein Screamo-Drummer – voll geil, die kann man sich mal reinziehen!

Dadurch, dass ihr dieses Jahr so gehyped werdet – wie holt ihr euch auf den Boden der Tatsachen zurück, oder geht das einfach an euch vorbei?

Jakob: Das freut mich ja auch immer zu hören, wir sind damit aber ganz vorsichtig!

Djamin: Schon ein Stück weit. Der Boden der Tatsachen ist wirklich jedes Wochenende Konzerte spielen und unter der Woche vom Wochenende erholen, arbeiten, proben, an neuen Dingen basteln – und so viel bekommt man dann davon nicht mit. Also natürlich hört man das jetzt im Laufe des Jahres schon ein paar Mal, aber es ist nach wie vor nicht so, dass wir uns irgendwie auf den Boden der Tatsachen irgendwie wieder runter holen müssten, weil ich nicht das Gefühl habe, dass wir durch den Hype irgendwie abheben.

Jakob: Ne, voll nicht! Ich glaube, da sind wir persönlichkeitsmäßig auch einfach gut gesettled, weil wir wirklich schon lange Musik machen und da auch immer mit einem gesunden Pessimismus und Rationalität rangehen.

„Wenn man eine Band ist, die einen Hype hat, ist das auch eigentlich immer ziemlich kacke, weil du keinen Hype für fünf Jahre hast.”

Es freut uns, dass Leute über uns reden und unsere Musik mögen und zu unseren Shows kommen, aber wir hoffen natürlich, dass wir die so überzeugen, dass wir sie in den nächsten Jahren immer wieder treffen. Wenn jetzt Leoniden der Sound des Sommers 2017 ist, dann finde ich das scheiße.

 

Habt ihr in eurer Band denn eine Band-Mutti, die dann auch mal auf den Tisch haut und sagt „Jetzt ist Abfahrt!“?

Beide: Lennart!

Jakob: Lennart, absolut. Aber zum Glück! So jemanden braucht man auch.

Djamin: Volle Kante! Bei ihm ist das auch eher so … er übernimmt die Rolle halt auch gar nicht mal freiwillig. Ich glaube, wenn er das nicht machen würde, würden wir auch öfter mal verschlafen, zu spät kommen, 10 Minuten zu lange Pause machen oder so, und das ist schon gut, dass er das so macht.

Jakob: Genau, mit so einem Lennart und so einer Einstellung schafft man es auch vier Festivals in vier Tagen zu spielen, sonst geht das nicht. Man könnte natürlich auch einen externen Tourmanager mitnehmen, aber das ist irgendwie ein bisschen fremd.

Djamin: Brauchen wir auch nicht, läuft ja auch alles so.

Jakob: Lennart braucht vielleicht mal einen Masseur oder so.

Dann ziehe ich jetzt eine spätere Frage vor, weil es gerade so schön passt. Ihr habt in zwei Tagen vier Festivals und ihr geht auf der Bühne ab wie ein Zäpfchen. Das bedarf auf der Bühne ja mit Sicherheit einer gewissen körperlichen Fitness. Wie haltet ihr euch fit? Nicht nur unter der Woche, sondern jetzt auch z. B. während dieser beiden Tage?

Jakob: Das gute ist, dass hier die beiden Extrem-Sportler der Band vor dir sitzen. Djamin und ich machen jeder zwei/drei Kampfsportarten seit ein paar Jahren und gehen ins Fitnessstudio.

Die da wären?

Djamin: Kung Fu, Mai Tai, MMA …

Jakob: Nein, wir machen überhaupt kein Sport! Niemals!

Oh man! F*ck dich! (Alle lachen)

Jakob: Wir sind die, die immer Pizza fressen, den ganzen scheiß Tag. Ich bin auch der, der nach einem Konzert erstmal richtig leidet. Ich bin halt so ein Hibbel-ADHS-Kind und schlafe halt wenn ich schlafen muss und das hilft mir. Djamin ist einfach unkaputtbar, das ist wirklich so, der hat die ganze Tour über immer zwei Stunden gepennt und war total am Start. Das ist bei uns einfach große Willenskraft.

Djamin: Und Spaß an der Sache! Es schockt einfach so doll – natürlich ist es zwischendurch anstrengend und man hat Phasen, wo man schlapp ist, aber das überwiegt halt einfach nicht. Motivation kommt ganz von alleine.

Jakob: Heute zum Beispiel: wir sind um halb 5 aufgestanden und sind dann losgefahren zu „Rocken am Brocken“. Wir sind da angekommen und haben kurz was gegessen und haben dann direkt ausgeladen und aufgebaut. Dann Konzert gespielt und in 20 Minuten abgebaut, ins Auto, 4 Stunden gefahren und jetzt sitzen wir hier und machen ein Interview. Aber wir freuen uns trotzdem schon auf die Show gleich, das hält einen einfach so.

Na dann hoffe ich, dass ich eure wertvolle Zeit nicht stehle.

Djamin: Quatsch! Was sollten wir sonst machen? Rauchen? Aufbauen?

Jakob: Genau, stell doch mal noch 10 Fragen mindestens! (alle lachen)

Ich hab noch ein paar Fragen, so ist das nicht!
Ihr macht ja alles DIY, ihr habt euren eigenen Shop worüber ihr eure Platte und Merch verkauft, ihr habt euer eigenes Label etc., wenn ihr die Zeit zurückdrehen könntet, was würdet ihr dann anders machen?

Djamin: Ich glaube, einfach früher ein eigenes Label gründen. Es war bei uns eine lange Zeit so, dass wir, nachdem Delikatess Tonträger dicht gemacht haben, dabei waren ein Album zu produzieren und immer wieder mit Labels geredet haben.

„Und was das Label anging, waren wir ein Stück weit obdachlos.”

Wir haben halt nie so richtig den Label-Partner gefunden, wo wir gesagt haben „Hey, cool, das kann ja nur geil werden!“ Es war immer so aahhh, mmhhh, äähhh … es hat sich echt lange hingezogen.

 

Jakob: Weil wir auch dachten, wir brauchen es, wir finden es schon noch, es muss ja eins geben.

Djamin: Weil alle haben ja ein Label, es kann ja nicht sein, dass wir kein Label finden.

Aber es gibt ja viele Bands, die ein eigenes Label gründen.

Djamin: Wir hatten aber auch sehr viel Respekt vor dieser Entscheidung das zu tun, weil wir Angst hatten, dieser Arbeit nicht gerecht zu werden.

Jakob: Genau, man muss da echt diszipliniert sein, du kannst jetzt nicht so … Also wir kennen viele Bands, die das auch ein bisschen aus Frust selber gemacht haben. Das war bei uns bestimmt auch ein bisschen so ein Antrieb zu sagen, „ach, irgendwie wird das mit den ganzen Labels nichts, scheiß drauf, wir machen das jetzt selber.“ Es gibt aber Bands, die ein eigenes Label gründen und das dann ein bisschen verlaufen lassen, dann kümmert man sich nicht mehr so richtig drum, das Album ist ja draußen. Wir hacken da echt jeden Tag dran rum, damit das stabil bleibt. Und wir kriegen auch manchmal – also wirklich selten – Vorwürfe, dass wir so ein poppiges Produkt sind. Ist aber auch total sinnlos, weil wir wirklich alles selber machen und das auch machen wollen.

„Wir sind ja keine gecastete Berufsmusikerband, die irgendwie die neue Indie-Welle starten möchte.”

Wir machen das was wir wollen und machen alles selber. Schockt!
Booking haben wir abgegeben, das ist auf jeden Fall richtig, richtig gut. Das könnte man nicht auch noch selber machen.

 

Ich glaube, dann würde euch auch ein bisschen der A*sch platzen.

Jakob: Ey! Der A*sch platzt uns jeden Tag 10 mal. Ich sehe das bei Djamin! BUFF – schon wieder!

Aber mal ehrlich, dadurch, dass ihr ja eure CD selbst über den Shop verkauft habt, seid ihr ja nicht in den Charts aufgetaucht und ich glaube, ihr hättet definitiv in den Top 10 landen können. Seid ihr ein bisschen traurig, dass es dadurch nicht passiert ist?

Djamin: Also im Nachhinein ist es so ein bisschen „Ah, Mist!“ Aber mehr ist es auch nicht. Als wir released haben, haben wir da überhaupt nicht dran gedacht. Es war so „Oh, wie viele Platten haben wir jetzt eigentlich verkauft?“

Jakob: Aber wir sind auf der anderen Seite mit den Verkaufszahlen mega krass zufrieden. Wir arbeiten auch sehr eng mit einem Vertrieb zusammen, die unsere Platten z. B. in den Saturn rein stellen. Das ist auch noch ganz fremd gewesen für uns und die haben jetzt schon ein paar Mal nachbestellt. Für unsere Dimension ist es das beste, was wir machen konnten.
Und wenn es ein Label gibt, das einen guten Deal für uns hat, würden wir auch nicht stur sein, aber das gab es bisher nicht. Also Labels, meldet euch! Wir wollen … wie viel Geld?

Djamin: Ganz viel! Ich muss meinen Bruder auch immer noch durchfüttern. Der nennt mich schon immer seine große Schwester.

Ziemlich nette große Schwester! Wenn ihr einen Auftritt hattet, analysiert ihr euch danach selbst und sagt, was ihr besser machen wollt?

Jakob: Das ist ein bisschen eine Charakter-Frage. Es gibt Leute, denen das wichtig ist, das möglichst schnell einmal zu klären und dann auch abzuschließen. Ich gehöre da auch eher dazu, du gar nicht so oder?

Djamin: Nö, also ich merke schon, wenn ich mal einen Patzer hatte oder irgendetwas, aber da habe ich auch im Laufe der Zeit einfach gelernt, darüber zu stehen und vielleicht kurz zu Jakob rüber zu lächeln…

Jakob: (lacht) du machst das mit deinem Charisma immer wett!

Djamin: Er sagt dann z. B. „du hast einen Halbton daneben gehauen, warum hast du das gemacht? Das klingt schief!“ Und ich guck dann rüber und sag „Schuldiii!“  und dann ist auch Feierabend. Und hinterher, ja keine Ahnung … mal kurz drüber schnacken, hier zu schnell, da zu langsam, was war da los? Fertig!

Jakob: Im Proberaum nehmen wir das ein bisschen mehr auseinander, aber dafür ist ein Proberaum ja auch da.

Was war seit der Veröffentlichung der Platte, das Highlight für euch?

Djamin: Woooow, die Tour!

Jakob: Auf jeden! Das war so geil!

Djamin: Das Highlight ist eigentlich, weiß ich nicht … ich habe letzte Woche gemerkt, wie sehr man die Zeit gar nicht mehr mitkriegt. Es ist halt völlig crazy. Ich mein, wir haben jetzt Anfang August, unsere Tour war Ende März, Anfang April, das ist fast ein halbes Jahr her, es fühlt sich einfach richtig absurd weit weg an. Das ist mir letzte Woche aufgefallen, dass ich da bisher nicht drüber gestolpert bin. Aber das ist auf jeden Fall etwas sehr beeindruckendes und sonst war auf jeden Fall die Tour das Flashigste was ging.

Jakob: Auf jeden Fall! Und man kann jetzt so ein paar Inseln nennen … man kann sagen, es war eine krasse Erfahrung bei Circus Halligalli, wo wir gleichzeitig von PULS begleitet wurden und das war irgendwie eine schräge Situation – erlebt man nur einmal.

Djamin: Fernsehkameras!

Jakob: Fernsehkameras! Ein Musikvideo mal selber zu drehen war eine krasse Erfahrung. Oder die ersten Bestellungen, die ersten 150 Platten im Wohnzimmer gemeinsam zu verpacken und Briefchen zu schreiben war geil. Auf dem Southside zu spielen und danach in einem Schwimmbad vor 13 Kindern mit Schwimmflügeln zu spielen war geil, das gehört einfach alles dazu.

„Dieses ganze Jahr ist ein Highlight! ”

Das wir dieses Jahr fast an 90 Konzerten kratzen ist einfach unglaublich und wir lieben das!

 

[Jakob muss uns kurz verlassen, um wegen eines weiteren Interviews etwas zu klären]

Djamin: Stell mir intime Fragen zu Jakob! (lacht)

Haha, ui, jetzt sind wir zwei alleine! Aber nächste Frage: ihr, wobei ich glaube, dass du das bist, seid ja ein wenig Snapchat und Instagram Story süchtig. Aber da könnte man ja auch annehmen, dass ihr ein bisschen irre seid!

Djamin: Ja!

Ich muss ja gestehen, dass ich euch bei Instagram abonniert hatte, und ihr seid mir so auf den Sack gegangen, dass ich euch wieder deabonniert habe (beide lachen).

Jakob: Ist ja auch sicher Geschmackssache, wenn wir deinen Geschmack damit nicht ganz treffen, dann ist das schade. Aber ich guck mir das unglaublich gerne an, ich guck mir auch Djamin einfach gerne an, der ist einfach ein lustiger Typ!

Djamin: Also ich finde es auch geil und es gehört einfach mittlerweile zum Tagesablauf.

Dann zieh ich es mir jetzt auch mal wieder rein!
Ok, nächste Frage: Habt ihr die Russenhocke wieder salonfähig gemacht?

Jakob: Oh! Wir – Ne!

Djamin: Das könnt ihr jetzt nicht sehen, aber ich bin gerade aufgesprungen und reiße meine Hände Richtung Himmel!

Jakob: Messiasartig!

Djamin: (zu JP) Hast du gehört? Wir haben die Russenhocke wieder salonfähig gemacht!

JP: Haben wir?

Jakob: Ok, pass auf! Ich würde das einfach so stehen lassen aber auch was dazu sagen und es dadurch doch nicht stehen lassen.

Djamin: Lass es einfach so stehen. Aber JP kann das nicht.

Jakob: Ich glaube, dass wir so ein bisschen ungeplant auch ein bisschen so Styles aus verschiedenen Genres vermischen.

Ja, aber das tut ihr ja sowieso.

Jakob: Genau, aber nicht geplant. Wir sagen nicht „jetzt ziehen wir geile sportliche Klamotten an“ das finden wir halt einfach gut. Und diese Hocke, die hat ja eh so ein kleines Revival gefeiert … wer hat denn damit wieder angefangen? Waren das die Wiener?

Djamin: Keine Ahnung, ich weiß es nicht. Es ist halt das entspannteste, wenn man irgendwo an einer Bushaltestelle ohne Bank wartet, weil die Bank abgebaut wurde. Das ist meine liebste und bequemste Art rumzustehen – auf beiden Füßen.

Jakob: Ehrlich gesagt, hat Djamin die erfunden, damals vor 200 Jahren als es noch keine Stühle gab. (alle lachen)

Ihr habt ganz sicher verrückte Fans die überall auftauchen. Hier wäre jetzt Platz, um sie zu grüßen!

Jakob: Ich will Hanna und Daniel aus Bayern grüßen! Die sind einfach in Bayern immer am Start und die sind richtig nice! Mit denen hängen wir auch gerne ab.

Djamin: Grüße an euch! Und sonst auf jeden Fall Grüße an 06 am Block, sonst kriege ich wieder Ärger wenn ich nach Hause komme.

Jakob: Ich grüße noch meine Mama, die ist auch häufig da. Und meinen Papa! Der ist auch häufig da.

Djamin: Der ist sogar öfter da.

Jakob: Was ist denn mit meiner Mudder los? (lacht)

Wollt ihr noch etwas loswerden?

Jakob: Kommt auf unsere Konzerte bitte, bitte, bitte, bitte!

Also gebettelt wird hier nicht.

Jakob: Ne, passt auf! So ein Konzert ist einfach teurer als zwei Mc Menüs, aber das ist auch ok, wir reißen uns echt den A*sch auf. Wir stehen für euch früh auf, nehmen Licht und Ton mit und haben einfach mega viel Spaß auf der Bühne und je mehr von euch da am Start sind, desto geiler ist das.

Djamin: Yes! Für euch, für uns, für alleeee, genau! Ok, Applaus!

Liebe Leoniden, ich danke euch von Herzen für dieses witzige und für euch spontane Interview. Ich hab euch auch wieder bei Instagram abonniert und bereue es bisher nicht. Wir sehen uns auf dem Reeperbahn Festival!

Und jeder, der die Leoniden dieses Jahr noch einmal live erleben möchte, kann dies hier tun:

  • 20. + 23.09. Reeperbahn Festival, Hamburg
  • 17.10. – Ostpol, Dresden
  • 18.10. – Badehaus, Berlin
  • 20.10. – Sauna Club, Wolfsburg
  • 22.10. – B72, Wien (AT)
  • 24.10. – Club Schilli, Ulm
  • 25.10. – Club Stereo, Nürnberg
  • 26.10. – Kleine Freiheit, Osnabrück
  • 27.10. – Tube, Düsseldorf
  • 30.10. – Exhaus,Trier
  • 31.10. – Circus Maximus, Koblenz
  • 15.12. – Schaubude, Kiel