Leoniden

Foto: Robin Hirsch

In diesem Jahr sind bereits eine ganze Reihe extrem spannender Releases erschienen und auch die Leoniden aus Kiel und Hamburg greifen nun erneut an. Mit ihrer neuen EP „Two Peace Signs“, die sie auf ihrem selbst gegründeten Label Two Peace Signs Records veröffentlichen, zeigen sie nach ihrer 2014er-EP „Invert India“, wo sie nun stehen und was sie ausmacht.

Leoniden - Two Peace Signs

Insgesamt umfasst „Two Peace Signs“ vier Songs und eine Spielzeit von 12 Minuten. Über diese kurze Laufzeit zeigt die Band eine musikalische Vielfalt, die schlicht und ergreifend beeindruckt. Bereits der Opener „1990“, der im Vorfeld mitsamt eines Musikvideos veröffentlicht wurde, reißt komplett mit – wer spätestens beim explosiven Chorus nicht voll dabei ist, sollte dringend dem Ohrenarzt des Vertrauens einen Besuch abstatten!

Während der erste Song noch in Indie-Rock-Gewässern fischt, diversifizieren sie ihren Sound in den drei folgenden Songs. Der Titelsong ist zurückgelehnt und locker-flockig tanzbar und verdreht einen mit einem tollen Gitarren-Riff den Kopf. Kräftig angezogen wird dafür in „Doves“, in dem auch die Variabilität in den Vocals von Sänger Jakob hörbar wird, die hier durchaus funky-eske Züge annehmen.

Überhaupt weiß der Gesang auf dieser EP durchweg zu überzeugen: Leicht rauchig und einer gehörigen Portion Groove werden den Rhythmen zusätzliche Ebenen hinzugefügt. Den Abschluss macht dann „Storm“ und auch hier wird wieder eine andere Variation des Leoniden-Sounds zum Besten gegeben. Verträumte Sounds treffen auf treibende Drum-Patterns, zudem spielen die Synthie-Sounds hier einen weiteren, recht vordergründigen, Part.

Nach den 12 Minuten fragt man sich zunächst, ob es das nun wirklich schon gewesen sein soll? „Two Peace Signs“ schreit praktisch nach einem kompletten Album der vielversprechenden Leoniden. All diese Dynamik und die vielen spannenden Ideen wirken extrem motivieren und man darf gespannt darauf sein, welche Sound-Variationen sie in einem solchen Album bieten würden. Ein allzu hungrig machender und gelungener Aperitif ist die EP aber auf jeden Fall und gelungen ist der Angriff auf die Ohren der Musikliebhaber mit augenscheinlicher Leichtigkeit.

Leoniden: Release-Konzerte

  • 11.04. – Köln, Zum Scheuen Reh
  • 12.04. – Berlin, Musik & Frieden
  • 13.04. – Hamburg, Molotow

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