Die vier Herren, die oben im GIF zu sehen sind, stammen aus Lüneburg und spielen deutschsprachigen New Wave. Loifior, dieses Beinahe-Palindrom, setzt sich laut Bandinfo aus den Worten Löwe und Vier zusammen. Ihr Debütalbum „Farbe der Zeit“ von 2010, dem Gründungsjahr des Quartetts, ist heute offenbar nicht mehr zu bekommen, dafür zeigen sie sich auf der aktuellen Videosingle „Melodie“ von ihrer besten Seite.

Der Sound ist recht weit weg von derzeitigen Normen deutscher Newcomer-Musik, vergleichbar vielleicht noch mit Phänomenen wie Johann van der Smut (was machen die eigentlich?!), die wie auch Loifior bisher eher unter dem Radar laufen. Das muss bei den vier Niedersachsen aber nicht so bleiben, denn „Melodie“ hat durchaus massentauglichen Pop-Charme und verbindet diesen mit düsteren Postpunk-Elementen. So finden Loifior eine gute Mitte zwischen Spannung und Harmonie. Dringendes Potential für die späte Stunde in der Indiedisko und vielleicht noch für viel mehr.

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