Mac Miller The Divine Femine Cover

Ist „The Devine Feminine“ das bisher beste Album von Mac Miller? Wahrscheinlich nicht. Aber zumindest ist es ein mehr als bemerkenswertes. Denn stattfinden tun darauf in erster Linie Soul und R’n’B. Ein Album für die Frauen. Expect the unexpected.

So ein wenig hätte man ja damit rechnen müssen. Denn der 24-Jährige hat zwar etliche Mixtapes, EPs und Alben veröffentlicht,  aber wiederholt hat er sich noch nie. Und mit dem 2013er-Album „Watching Movies with the Sound Off“ hat er sogar einen echten Klassiker in der Diskographie stehen.

Mac Miller spielt Gitarre, Klavier und Schlagzeug und unter dem Pseudonym Larry Fisherman produziert der Pittsburgher übrigens äußerst kredibile Beats für Vince Staples oder Freddie Gibbs. Um es auf den Punkt zu bringen: Mac Miller ist nicht Dein 08/15 Rap-Dude.

Nun ein Soul-Album. Kein Wunder, dass auch dieses gelingt. Meine persönlichen Highlights sind definitiv „Stay“ mit super smoothem Saxophon a la Sade und die Kollaboration mit Cee-Lo Green zu „We“. Mac rappt bzw. croont sich durch die zehn Songs, als würde außerhalb der Gesangskabine ein Victoria’s-Secret-Model lauern: „And all I do is make these fuckin‘ songs / So finally I made a fuckin‘ song“.

Einzig und allein auf Produzenten-Seite hätte ich mir mehr Detailreichtum gewünscht. Immerhin haben die Vorgänger auch durch die absurd guten Instrumentals geglänzt. Dennoch ist  „The Devine Feminine“ ein tolles und rundes Album von vorne bis hinten und wer außer Mac Miller kann einfach mal ganz entspannt ein Soul-Album herausbringen? Eben.

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