Fotos: Charles Engelken, noisiv.de

Hamburg ist voll von jungen und aufstrebenden Bands, die sich immer wieder zeigen – man muss eben nur wissen, wo. Im Grünen Jäger hatte man zuletzt die Möglichkeit, gleich drei dieser Gruppen kennenzulernen.

Den Abend eröffneten Fheels mit ihrem Blues-Rock, der wirklich genau das ist. Mit ausgeprägtem Vintage-Feeling überzeugten mich vor allem die langsameren Stücke, in denen die Gruppe ihren Songs mehr Zeit zur Entfaltung gibt. Anschließend übernahmen Charge Me Charles, die sich Alternative-Rock auf ihre musikalische Fahne schreiben, bei mir persönlich aber nicht wirklich ankamen: Zu generisch kamen mir die Songs vor, zu statisch war die Performance.

Den finalen Auftritt übernahmen dann die Indie-Popper Maloun. Hier wiederum wurde ich schnell zum Fan! Eine Gruppe, die eine ziemlich gute Idee von ihrer Musik hat und wunderbar zusammenarbeitet. Die Stimme von Sängerin Berenike erinnerte mich ein wenig an Lara Chedraoui von den Intergalactic Lovers und die Songs sprühen vor verspielten Details. Hier steckt unheimlich viel drin und das überzeugte sogar anwesende Zuschauer, die sich üblicherweise nicht allzu sehr für Indie-Pop interessieren.

Was lernt man aus einem solchen Abend: Unter all den tausenden lokalen Bands bietet sich so viel Abwechslung, dass man an einem Konzertabend komplett unterschiedliche Gruppen auf einer Bühne erleben und sich ein eigenes Bild machen kann. Es lohnt sich, auch dann mal ein Konzert zu besuchen, wenn man die Bands bzw. deren Musik eben nicht kennt.