Fotos: Charles Engelken, noisiv.de

Matze Rossi ist einer dieser besonderen Musiker. Warmherzig, sympathisch, mitreißend, begabt – Adjektive, die zwar zutreffen, ihn aber nur ungenügend beschreiben. Jährlich geht er pünktlich zum Winter auf Solo-Tour und so war es auch in diesem Jahr – jedoch mit einem Unterschied: Die „Musik ist der wärmste Mantel“-Tour war keine Solo-Tour, stattdessen begleitete Multiinstrumentalist Martin Stumpf ihn auf den den Konzerten am Klavier, Kontrabass und an der E-Gitarre.

In Hamburg spielten die beiden ein ausverkauftes Konzert in der Astra Stube. Eröffnet wurde der Abend vom Wahl-Hamburger Joe Astray aus dem australischen Sidney. Mit kräftiger und rauchiger Stimme fing er das Publikum vom Fleck weg für sich ein. Texte über Sehnsucht, Ungewissheit und Aufbruch, mit denen er sein Innerstes nach außen kehrt, lassen einen verträumt zuhören. Für die letzten Songs holt er zudem die dänische Sängerin Amy Horn auf die Bühne, mit der er noch einige wunderbare Duette singt. Das Aufwärmprogramm ist mehr als nur gelungen.

Anschließend dann Matze Rossi und Martin Stumpf. Mit „Erzähl mir nichts“ beginnt das Set und die Zuschauer sind sofort von der Präsenz des Duos gebannt. Bei fast jedem Song wird innig mitgesungen und beide können sich das verschmitzte Grinsen kaum verkneifen.

Über den Verlauf des Sets werden zig großartige Songs gespielt: Von „Ohohoh“, über „Alles schmilzt zusammen“, bis hin zu „Best Match“ wurde eine Menge geboten. Zwischendurch Anekdoten über lange Autofahrten, Freundschaften und und und. Die Zugabe wird mit „Best Friends“ perfekt beendet, während Matze mitten in der Crowd und ohne Mikrofon den Text leidenschaftlich hinaus posaunt.

Ein Gänsehautgefühl jagte den nächsten – ob nun mit voller Band-Besetzung im April im Kleinen Donner, oder eben in intimer Runde in der Astra Stube; diese Konzerte sind immer wieder solche der besonderen Art. Jene, bei denen man gerne zuhört, die man immer wieder gerne aufs Neue sehen möchte und die gleichzeitig zeigen, wie leidenschaftlich Musiker auch nach außen hin wirklich für das brennen können, was sie machen.

Fotogalerie: Matze Rossi

Fotogalerie: Joe Astray

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