Mimicking-Birds

Foto: Spencer Gentz

Zugegeben, ich hatte Mimicking Birds bisher noch gar nicht auf dem Schirm. Wenn einem die Information erreicht, dass eine Band beim Label Glacial Pace Recordings von Modest Mouse Frontmann Isaac Brocks veröffentlicht wurde, dann wird vermutlich ein Indiefeuerwerk mit wilden Beats und verrücktem Gesang erwartet. Ich sollte eines besseren belehrt werden und bin mehr als positiv überrascht vom bereits dritten Mimicking Birds Album „Layers of Us“.

Gleich zu Beginn hat die Band aus Portland mit „Dust Layers“ einen wunderschönen Opener parat. Dabei ist der Gesang von Sänger Nate Lacy angenehm zurückhaltend und erinnert dabei an Bands wie The Paper Kites. Die aktuelle Single „Sunlight Daze“ hat durch die Synthesizer einen leichten Hauch von Moby inne. Der Mix aus Folkelementen mit Elektroeinflüssen ist den Mimicking Birds gut gelungen. Der Song „Great Wave“ wird sogar fast ausschließlich durch den Einsatz von Synthesizern getragen und münzt dann in ein Drumfeuerwerk.

Die Band lässt allerdings weitere Talente aufblitzen: In „A Part“ greift Lacy zum Banjo und in „Belogings“ bedient er das Piano, was auch gleichzeitig mein Favorit darstellt. Den Abschluss eines melodischen Albums bildet „One Eyed Jack“, dass sich in gewohnter Form steigert, ohne dabei wirklich in wilde Auswüchse zu enden. Mimicking Birds haben einen festen Stil, den sie auf „Layers of Us“ klar definieren und der in gesamter Länge voll aufgeht. Eine melodische Reise nach Portland sollte nicht ohne das neue Album der Mimicking Birds stattfinden.

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