Die erste Single hatten wir euch ja bereits vorgestellt. Nun ist es endlich da, das Debütalbum von Mister Me. „Zeit bleibt Zeit“ heißt die Platte und ist erschienen über Gerards Label Futuresfuture. Darauf zu hören gibt es Pop-Musik im besten Sinne. Mitreißende Musik und gefühlvolle Lyrics, ganz weit entfernt von altbekannten Plattitüden, die letztens noch so treffend von Jan Böhmermann aufs Korn genommen wurden.

Ausgelegt ist das Album auf absolute Livetauglichkeit. Die eine Hälfte des Albums besteht aus schnelleren Songs, in denen häufig Bläser zu hören sind, die für ordentlich Druck sorgen. Von modernen Elementen wurden zum Glück die Finger gelassen. So fügt sich letztendlich alles zu einem harmonischen Gesamtbild zusammen. Auch die zweite Hälfte weicht vom Konzept nicht ab, wenn auch ruhigere Töne angeschlagen werden. Gerade ein Song wie „Krieger“ dürfte auf allen Bühnen des Landes funktionieren.

Der Song ist ein Kampfschrei, wenn man denn so will. Eine persönliche Durchhalteparole und Kampfansage an die eigenen Ängste. Der Refrain klingt dramatisch, aber erscheint im Zusammenspiel mit den wummernden Drums nur angebracht.

Zum letzten Tanz, bitten mich meine Krieger,

fordern immer wieder mich heraus.

Ein letzter Kampf, steh inmitten meiner Krieger,

atme immer tiefer, Herz an, Kopf aus.

Alles wird gut, das sagt sich so leicht.

Mister Me – Krieger

Foto: Alex Kleis

Emotionaler Höhepunkt ist natürlich die hervorragende Single „Zeit bleibt Zeit“. Aber auch das packende „Sag mal“ oder das knifflige „Fremd“ sind nur nur zwei von vielen starken Songs. Mister Me zeigt sich auf dem Album als starker Texter und facettenreicher Charakter. Wie erwähnt gibt es auf einigen Songs den Mut zur Dramatik. Vor einer gewissen Schnulzigkeit (ein besserer Begriff kommt mir gerade nicht in den Sinn) rettet sich der Wahl-Berliner durch seine Intelligenz, die stets durchblitzt.

Ich mag auf Deutsch vorgetragene Geschichten, aber ich bin echt kein Fan von deutscher Pop-Musik. Zum Glück gibt es Leute wie Julian Philipp David, Lot oder eben Mister Me, die das Genre etwas erträglicher machen. Möglicherweise kann Mister Me noch einen Schritt weiter gehen, um einen Sound zu finden, der ihn noch ein Stück weiter abgrenzt. Dennoch ist „Zeit bleibt Zeit“ ein sensationelles Debütalbum, das eigentlich kaum nach einem solchen klingt. Zu ausgefuchst wurde hier getextet und komponiert.

Mister Me kann man aktuell live erleben!

  • 06.11. –  Magdeburg, Factory
  • 07.11. – Dresden, Groovestation
  • 08.11. – Leipzig, Elipamanoke (Verlegt)
  • 09.11. – Hannover, Lux
  • 19.11. – AT – Wien, Chelsea
  • 20.11. – Stuttgart, Keller Klub
  • 21.11. – Nürnberg, Club Stereo
  • 23.11. – Bremen, Tower
  • 24.11. – Rostock, Mau Club (Teesy Support)
  • 25.11. – Berlin, Bi Nuu
  • 26.11. – Kiel, Max Apartement
  • 27.11. – Hamburg, Nochtspeicher
  • 29.11. – Köln, Blue Shell
  • 30.11. – Münster, Sputnik Café
  • 01.12. – Göttingen, Musa
  • 02.12. – Saarbrücken, Mauerpfeiffer
  • 03.12. – München, Backstage
  • 05.12. – Frankfurt, Ponyhof
  • 06.12. – Karlsruhe, Substagecafé
  • 07.12. – Düsseldorf, Pitcher
  • 08.12. – Braunschweig, Eulenglück

 

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