monographic-07

Im Juni veröffentlichte die Hamburger Post-Punk-Band Monographic ihr selbstbetiteltes Debütalbum. Über die letzten Wochen hinweg waren sie nun auf Tour unterwegs – unter anderem brachte sie die Reise auch nach Belgien, Frankreich und Großbritannien. Das ist natürlich eine ziemlich coole Angelegenheit, allerdings geht doch nichts über ein Konzert in der Heimatstadt – vorzugsweise das Abschlusskonzert der Tour. Genau das war am vergangenen Samstag der Fall, als sie im Karatekeller des Molotow spielten.

Der Karatekeller ist vor allem eines: Klein, intim und verdammt dunkel – ein Keller im klassischen Sinne eben. Für die nordisch-kühle Mischung aus Post-Punk, Wave und Neo-Psychedelia von Monographic irgendwie eine passende Atmosphäre, die sie bestmöglich genutzt haben. Bereits das Album besticht durch den sehr räumlichen und sphärischen Sound, der live noch stärker rüberkommt. Insbesondere die Drums wirken in Songs, wie „Sail Away“ und „Before the Night“ sehr dominant und hochgradig tight. Überhaupt wissen sich auch die sphärischen Gitarren-Riffs immens zu entfalten und Ullmanns Vocals sitzen legen sich thronend über alles drüber.

Monographic - ST (Album-Cover)

Monographic – S/T (Album-Review)

Punk lebt – das sollte inzwischen wirklich jeder verstanden haben, der sich mehr oder minder für Musik interessiert. Punk lebt sogar so sehr, dass es... Weiterlesen →

monographic-09

Nach einigen Songs wurde auch das Publikum mit dem Sound der Band warm. Gebannt hörten sie zu ließen sich begeistern. Die gemeinsame Atmosphäre, die zwischen Band und Crowd entstand war eine ganz Wunderbare. Zwischen den Songs gab es dann immer wieder einige nette Anekdoten zu hören – beispielsweise zitierte Sänger Björn Ullmann eine belgische Bloggerin, die seinen Gesang eine gewisse Nähe zu Bono andichtete – „Freiheit für Tibet!“ und so.

Nach rund 40 Minuten war der schöne Abend dann aber leider schon vorbei (schließlich existiert ja bisher nur ein Album). Ich für meinen Teil hätte Monographic noch ewig lange zuhören können. Das sind die Konzerte, wegen denen ich mich Woche für Woche erneut in die Clubs der Hansestadt zerre! Es sind diese Konzerte im kleinen Rahmen, in denen die Liebe zur Musik am Stärksten lodert – und es sind Bands, wie Monographic, die das einzufangen und abzubilden wissen. Das ohnehin tolle Debütalbum bezeugt die Live-Qualität nicht einmal im Geringsten. Das muss man sich einfach selbst anschauen!

[asa mp3]B01H3ZLVAC[/asa]