Fotos: Jasmin Reckers, noisiv.de

Wie jedes Jahr kurz vor Weihnachten hieß es auch dieses Jahr wieder: Weihnachten mit Montreal! Am 23.12. haben Hirsch, Max Power und Yonas in der ausverkauften Markthalle ein mehr oder weniger besinnliches Fest veranstaltet. Als Support-Act war der wunderbare Tim Vantol aus den Niederlanden mit dabei und hat die Show der drei klangvoll eröffnet.

Tim Vantol: Sänger der Herzen

Wenn Tim Vantol eine Bühne betritt, dann ist jedem spätestens nach dem ersten Song klar, dass man die Schnauze zu halten hat und diesem unglaublich talentierten Sänger zuhören muss! Für mich selbst war es das dritte Mal dieses Jahr, dass ich ihn live sehen durfte und ich sage euch: Es ist jedes Mal ein Fest!

Dieser Kerl, der einzig mit seiner Gitarre und seiner Stimme überzeugt und bei jedem Auftritt seinen Becher mit Whiskey vor sich stehen hat, weiß wie es geht. Im Publikum sehe ich Fans, die bereits mit Tim-Vantol-Merch bekleidet sind und jeden Song mitsingen können. Irgendetwas scheint er richtig zu machen.

Doch eine Sache ist an diesem Abend anders – normalerweise animiert Tim das Publikum dazu, die Zeile „Nothing is what it seems“ seines Songs „Nothing“ mitzusingen. Dieses Mal nicht, viel mehr bekundet er sein Mitgefühl gegenüber den Menschen des Anschlags auf Berlins Weihnachtsmarkt und setzt allgemein ein Zeichen gegen Terrorismus.
Aber schnell ist die Stimmung wieder auf dem Höhepunkt. Das Mikrofon wird für einen Song beiseite gestellt und Tims Stimme hallt ohne Verstärker durch die volle Markthalle. Der kann einfach was!
Ein großartiges Warm-up für die anschließende Fete mit Montreal.

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Weihnachten mit Montreal: Da kann die Familie einpacken

Die Trinkbecher an den Mikrofonständern sind gefüllt – es kann also losgehen! Max Power, Yonas und Hirsch betreten die Bühne und das Publikum flippt vollkommen aus – und das einen Abend vor Heiligabend. Hut ab, wer so kurz vor Weihnachten noch die Markthalle füllen kann!

Hirsch mit dem obligatorischem Becher am Mikroständer

Schon letztes Jahr habe ich den zweiten Weihnachtstag mit Montreal in Köln gefeiert, doch dieses Jahr hat noch einmal alles getoppt! Ich glaube mich erinnern zu können, dass „Das falsche Pferd“ der Opener des Abends war, möchte dafür aber meine Hand nicht ins Feuer legen. Es könnte auch „Endlich wieder Discozeit“ gewesen sein… Ach, was soll’s! Es war jedenfalls richtig geil!

Ein Hit jagt den nächsten, von „Auf der faulen Haut“ bis „Mädchen aus Berlin“ und selbstverständlich „Max Power“ – der Drummer der Herzen – wird alles gespielt, was das Herz begehrt.

Max Power

Da Weihnachten ja das Fest der Liebe und Familie ist, war dieses Konzert auch eine kleine Familien-Zusammenkunft. An den Reglern für Licht und Sound findet man Sascha und Tommy von der Alex Mofa Gang und Pensen Paletti von Das Pack entert auch noch die Bühne und trällert einen Song mit Montreal. Schön!

Auch der gute Yonas kommt zum Zug und trällert der Meute ein Ständchen, während es sich Max und Hirsch am Bühnenrand bequem machen. Vergebt mir bitte, dass ich nicht mehr weiß, welcher Song es war, aber ich habe mein Gehirn an diesem Abend am Tresen verloren…

Yonas

Während des Konzerts macht zudem ein wild gewordenes Pikachu einen Crowdsurf durch die Menge und wird von Hirsch gefeiert. Eine wilde Verkleidung darf eben auf keinem Konzert fehlen!

Kurz vor Ende des Konzertes erzählt Hirsch noch eine kleine Anekdote: Als Montreal noch nicht so große Hallen, wie die Markthalle, gefüllt haben, wurde das Publikum dazu verdonnert, sich hinzusetzen. Der Letzte der dann noch stand, musste jedem einen ausgeben. Hirsch ist aber auch bewusst, dass es an diesem Abend etwas teuer werden könnte und fragt nach Millionären im Publikum, die sich dafür aufopfern würden – leider ohne Erfolg. Hingesetzt haben sich trotzdem (fast) alle. Zuvor erwähntes Pikachu war aber so nett und brachte den drei Herren einen Kurzen auf die Bühne. Das ist doch auch etwas!

Es war ein richtig steiler Abend in der Markthalle mit einer großartigen anschließenden Feierei. Nächstes Jahr wollen Yonas, Max und Hirsch dann mit neuer Platte im Gepäck die Tradition fortführen. Ich freue mich jetzt schon!

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