Fotos: Lisa Ostheimer / Noisiv

Fotos: Lisa Ostheimer, noisiv.de

Ganze zehn Jahre hat das wundervolle MS Dockville Festival im schönen Hamburg mittlerweile auf dem Buckel. Das verspricht doch eine fette Geburtstagssause zu werden! Beim Blick auf den Timetable musste ich dieses Jahr jedoch, im Vergleich zu anderen Festivals diesen Jahres, etwas länger suchen, um Bands zu finden, die mich begeistern.

Dies ist jedoch meinem Musikgeschmack zu schulden, der nicht viel mehr als Indie, Folk und ein wenig Elektro zulässt. Das Dockville bedient sich in den letzten Jahre vermehrt anderen Musikrichtungen, wie beispielsweise Hip-Hop und der große Zuwachs an Elektro-DJs auf Kosten der Anzahl von Live-Bands lässt sich sicherlich auch nicht leugnen.

Der Freitag mit u.A. Matt Corby, RY X und Feine Sahne Fischfilet

Der Dockville Freitag hat ein besonderes Feeling an sich! Alle Menschen um einen herum sind voller Vorfreude und gespannt, was sie erwartet. Mein erster Act des Tages Fil Bo Riva hat mich mit seiner dunklen Stimme ab dem ersten Song begeistert. Seine Songs in Kombination mit strahlendem Sonnenschein, schöner hätte der Festivalstart nicht sein können!

Danach ließ ich es mir nicht nehmen, den Australier Matt Corby auf der Bühne zu begutachten. Sein Set bestand hauptsächlich aus Songs seines neuen Albums „Telluric“. Gegen Ende spielte er dann seinen wohl bekanntesten und ältesten Song des Sets „Brother“, bei welchem das komplette Publikum mitsingen konnte. Ein richtiger Gänsehaut-Moment!

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Foto: Lisa Ostheimer / Band: Matt Corby

Der Freitagabend nahm dann noch weiter Fahrt auf! Zu dem Set des sympathischen DJs Erobique abzutanzen und eine Überdosis an Freude von ihm geschenkt zu bekommen, zählt zu meinen Highlights des Dockville 2016. Mit den ruhigen und bedachten Klängen von RY X ließ ich es dann zwischenzeitlich ruhig angehen, um bei Feine Sahne Fischfilet so richtig feiern zu können!

Der Samstag mit u.A. Honne, Crystal Fighters und Foals

Nach mehr oder weniger Schlaf im Zelt, dank unserer Camp-Nachbarn, die es sich nicht nehmen ließen, zum Aufstehen „Weinst du“ von Echt in Dauerschleife zu hören, startete der Dockville-Samstag mit der Vorrunde des Poetry Slams von Kampf der Künste. Danach hatte ich eine Menge Spaß mit L’aupaire, einer Band die mich bereits auf der Fusion vollends überzeugt hat!

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Foto: Lisa Ostheimer / Band: Honne

Bereits im Vorfeld hatte ich mir die britische Band Honne mit großem Ausrufezeichen und einigen Herzchen in meinen persönlichen Timetable eingezeichnet. Ob es an dem leckeren Eis vom Stand neben der Bühne, der strahlenden Sonne oder der Stimme des Sängers lag, lasse ich mal dahin gestellt, doch ich verliebte mich direkt während des ersten Songs in diese Band!

Nach einer kurzen Verschnaufpause ließ ich mir zumindest die letzten drei Songs des Sets der wunderbaren Crystal Fighters nicht entgehen. Eine große Veränderung zu dem Autritt der Crytstal Fighters auf dem Dockville vor einigen Jahren war zwar nicht zu erkennen, dennoch verbreitet die fünfköpfige Band jedes Mal eine große Menge an positiver Energie und Liebe.

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Foto: Lisa Ostheimer / Band: Foals

Zum krönenden Abschluss des Festivaltags waren dann die Musiker an der Reihe, die meinen heutigen Musikgeschmack wohl am meisten geprägt haben: Die britische Indie-Band Foals! Mit einem Mix aus neuen und alten Songs haben sie das Publikum restlos begeistert. Da ließ es sich Sänger Yannis Philippakis nicht nehmen, gleich zwei Mal in die Mege zu springen!

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Der Sonntag mit Poetry Slam, Fittenbude und K.I.Z

Der letzte Festival-Tag startete für mich mit der Endrunde des Poetry Slams von Kampf der Künste, bei dem zurecht der humorvolle Björn Gögge gewann. Am Abend ging es dann mit meinen Lieblings-Audiolithern Frittenbude rund. Getreu dem Motto „wir wollen die Freiheit der Welt und Straßen aus Zucker“ brachten sie die Menge zum beben!

Aufgeheitzt vom Frittenbude-Set wurde es im ersten Wellenbrecher bei K.I.Z. dann noch eine ganze Schippe voller. Auch wenn ich die Musik der Gruppe daheim nie hören würde, war die Live-Show der Berliner Hip-Hop-Formation einsame spitze. Mit vom Himmel fallenden K.I.Z.-Geldscheinen und super Stimmung endete das Dockville für mich!

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Foto: Lisa Ostheimer / Band: Frittenbude

Alles in Allem war das MS Dockville 2016 für mich ein wundervolles Festival mit tollen Bands und strahlendem Sonnenschein! Es ist schwer ein Highlight des Festival Wochenendes zu küren, doch ich denke, dass ich vor allem mit Honne und Foals den meisten Spaß hatte. Die Vorfreude auf das MS Dockville 2017 ist jetzt schon spürbar!