Es gibt ein Land, in dem gibt es billige Frauen, billigen Alkohol in Strömen, Güterentwendungskriminalität, deutsche Autos… Die Rede ist von Deutschland! Aber was hat Deutschland gegenüber Polen aktuell nicht? Fundamentalistischen Rap, der sich auf die alte Schule und ihre Kreativität, stilistische Offenheit und Lust auf Alternative beruft.

Deutschland hat seine halbe Dekade von 1998-2003 gehabt, um guten deutschen Hip-Hop zu erschaffen, danach war im Großen und Ganzen Schluss. Polen jedoch fängt scheinbar erst an.

Obwohl Polen bereits im Hintergarten Berlins beginnt, sind Bananen weit deutscher und unexotischer als diese Sprache, aber die Themen, meist sozialkritisch und scheinbar auf Rettung des realkeependen Hip-Hop aus – und sie sind Fashionvictims.

Keiner kann polnisch sprechen, das ist Fakt. Dennoch haben die Polen eines, dass wir zuletzt von der Nischenhip-hoptruppe Main Concept (in diesem Jahr werden euch noch die Levithen gelesen) im Jahre 2005 bekommen haben: Musik mit Rap. Für diesen pseudokultivierten Möchtegerngangsterrap von Haftbefehl bekommt selbiger mal schnell n Strafzettel von mir, aber um mich zu entlasten, gibt es ohnehin schon genügen, legionstarke Parodien. Sprache ist ohnehin zweitrangig.

Polens Hip-Hop-Szene kämpft dafür, die Baggypants mindestens wieder über die Knie zu ziehen, gegen Gewalt für eine gesunde Ernährung – glaube ich. Denn polnisch Sprache schwere Sprache, aber die Bilder und die Instrumente, deren Ursprungsorte im Hip-Hop aus der ganzen Welt nie geklärt werden können, sprechen für alle Wörterbüchaz!