Foto: Brett Carlson

Mit „Three/Three“ erschien vor kurzem der dritte und finale Teil von Dabryes Albumreihe. Eigentlich merkwürdig, dass dieses Album überhaupt noch Beachtung findet. Ist der zweite Teil doch vor 12 Jahren herausgekommen und der erste sogar 2001 – da stand das World Trade Center noch! Entweder steckt dahinter also eine unglaubliche Marketingmaschine oder der Sound ist einfach verdammt gut.

Da es sich nicht um eine R’n’B-Gruppe von Anfang der 00er mit Comeback-Ambitionen handelt, kann nur letzteres der Fall sein. Dem ist tatsächlich so: Auf „Three/Three“ zelebriert Dabrye einen zeitlosen, rumpeligen Indie-HipHop-Sound vom Feinsten und versammelt um sich herum Gäste wie Guilty Simpson, Clear Soul Forces, Roc Marciano und etliche weitere.

Nachdem „Culture II“ von den Migos ja eher eine halbgare Angelegenheit war, kommt „Three/Three“ gerade richtig. Um nicht nur die üblichen Musik-Streber in den Grafik-Agenturen mit Quasimoto-Toy im Plattenregal zu bedienen, wird das Album natürlich auch auf Spotify angeboten. Die Kaufempfehlung von mir gibt es trotzdem.

Fun fact: „Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen: Nils Frahm und Chris Dave and the Drumhedz“. Wusst‘ ich es doch.