Foto: Frida Ruiz

Im Juli 2016 erschien das Album „Domingo Vogel“ von Waldo The Funk. „High Of Life“ heißt nun die erste EP von Waldoe. Der Link? Hinter beiden Pseudonymen steckt derselbe Typ aus Heilbronn, der noch immer auf WSP veröffentlicht.

Warum der Namenswechsel nötig wurde? Die Antwort führt uns direkt zur neuen EP, die inhaltlich ernster daherkommt, als das vorangegangene Album. Es geht weniger um HipHop und mehr um Persönliches. Das zeigt sowohl das als Intro fungierende „Jetzt“, als auch der große Hit „Codes“.

Immer nur ich, immer nur so. Für den Rest der Gesellschaft rede ich Code. Mein Squad versteht mich so, sehe, lebe, rede die Codes.

Waldoe – „Codes“

Es wird sich abgegrenzt und der Freundeskreis klein gehalten. Waldoe rappt ernster, tiefsinniger ohne dabei seinen Charme zu verlieren. Die mit Abstand beste Line: „Geht es um Liebe: Schwöre, du weißt!“ Danach ist dann sogar Zeit für richtige Songs: „Flucht“ und „Wenn es sich dreht“ haben Konzept und zeigen beeindruckend die Weiterentwicklung Waldoes.

Musikalisch wird ebenfalls eine neue Seite gezeigt. Die Beats sind irgendwo trippy, sphärisch, moderner und meistens von Nu-Mak produziert (ein Instrumental kommt zusätzlich von Enaka). Finde ich gut, und ich kann mir kaum vorstellen, dass ich damit allein darstehe. Ich bin gespannt, wie es weitergeht, hoffe aber, dass kein weiterer Namenswechsel bevorsteht. „High Of Life“ ist jedenfalls absolut hörenswert.