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Nachdem alle Kollegen ihre Top-Alben des vergangenen Jahres bereits präsentiert haben und Tim zu guter letzt einen Tag vor Weihnachten auf das Fest der Liebe teaste, darf ich nun verkünden, dass wir morgen den letzten Tag im Jahr 2015 haben werden. Und wenn Jesus nicht nochmal wieder kommt oder wir aus einem anderem Grund die Zeitrechnung wie wir sie kennen neu definieren, wird es tatsächlich das letzte 2015 gewesen sein. Ehrlich jetzt.

Für mich persönlich ein Jahr mit vielen Ups und Downs und daraus resultierend ein Jahr, in dem ich weniger Zeit für Musik hatte als in den vergangenen Jahren. Dennoch fiel es mir recht schwer, meine persönlichen Top 5 auszudefinieren und so zu platzieren, wie es mir am Ende gelungen sind. Kein Album sticht großartig hervor, alles aber dennoch in sich geschlossene Werke von tollen Künstlern die mir den ein oder anderen Alltag versüßt haben. Let’s roll!

#5: Ryan Adams – 1989

Ryan Adams 1989

Wer jetzt lacht, der lacht zu früh. Bei 1989 handelt es sich ursprünglich um das nach dem Geburtsjahr von Taylor Swift benannte fünfte Studioalbum der amerikanischen Country-Pop Musikerin. Der 41-jährige ebenfalls amerikanischer Singer- und Songwriter Ryan Adams war so sehr von der Scheibe angetan, dass er sie Track für Track gecovert hat.

Für sein bereits 15. Album distanzierte er sich von dem poppigem Radiosound Swifts und kreierte einen Spagat zwischen, wie er sagt, Bruce Springsteens „Darkness on the Edge of Town“ und „Meat Is Murder“, dem zweiten Studioalbum von The Smiths. Das ist im meiner Meinung nach gelungen und landet somit auf meinem fünftem Platz.

Anspieltipps: Style, Shake It Off, Bad Blood

1989

Price: EUR 6,99

4.5 von 5 Sternen (26 customer reviews)

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#4: Gazpacho – Molok

Gazpacho Molok

Den vierten Platz in meinem Ranking belegt eine norwegische Art-Rock Band namens Gazpacho. Wer schon von der Band gehört hat weiß natürlich, dass es sich nicht um eine mediterrane Gemüsesuppe handelt sondern um eine Gruppe mit progressiven Strukturen, Konzeptalben und einfach galaktischen Sounds. Erst vor kurzem bin ich auf Gazpacho und deren 2007er Release „Night“ gestoßen und als ich dann durch die hiesigen Musikmedien von einem neuen Album der Skandinavier hörte, blieb dies natürlich nicht lange ungehört.

Wie schon bei vorigen Alben steht ein Konzept hinter Molok. Auf diesem Album wird die Geschichte einer Maschine namens Molok erzählt, der anhand von Teilchenbewegungen im Universum die Zukunft vorhersehen kann. Es geht außerdem um schwarze Löcher und um die nötige Inspiration für dieses Album zu bekommen, traf sich die Band sogar mit diversen Wissenschaftlern und Physikern.

Schlagzeilen schrieben Gazpacho dann damit, dass sie einen Code vertont haben sollen, der am Ende des Albums zu hören ist. Dieser soll auf allen CD-Playern die Korrektionssoftware auslösen, welche anschließend einen Code auf dem Display generiert. Wenn dieser Code nun mit allen sich im Universum befindlichen Elektronen korrespondiert, soll eben dieses zerstört werden. Sogar namhafte CERN-Wissenschaftler sollen diese These unterschrieben haben. Ich schreib einfach mal: enough said. Großes Album.

Anspieltipps: The Master’s Voice, Choir of Ancestors, Abc

Molok (+Bonus Track)

Price: EUR 10,99

4.6 von 5 Sternen (7 customer reviews)

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#3: The Decemberists – What A Terrible World, What A Beautiful World

The Decemberists - What A Terrible World, What A Beautiful World

Im Gegenzeit zu den meisten Alben meiner Top-Liste, hatte „What A Terrible World, What A Beautiful World“ die längste Zeit auf mich eingewirkt. Bereits im Januar veröffentlichten The Decemberists mit diesem Album ein starkes Stück Musik um in das Jahr zu starten.

An dieser Stelle muss ich zugeben, dass ich mich nie groß mit der amerikanischen Indie-Folk Band aus Portland auseinandergesetzt habe. Es gab hier und da immer mal einen Song der zu gefallen wusste und auch deren Auftritt in der Live-Show von Jimmy Kimmel in der sie YouTube-Kommentare vorsangen, bleibt unvergessen. Mit ihrem siebtem Studioalbum ist nun aber auch bei mir der Groschen gefallen und somit bekommen The Decemberists bei mir den dritten Platz.

Anspieltipps: Philomena, The Wrong Year, A Beginning Song

What a Terrible World,What a Beautiful World

Price: EUR 14,99

4.3 von 5 Sternen (7 customer reviews)

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#2: Death Cab for Cutie – Kintsugi

Death Cab For Cutie - Kintsugi

Die Silbermedaille geht an Death Cab For Cutie. Lange suchte ich neben vereinzelten Songs einen Zugang zur Band, welcher mir mit Kintsugi endlich gegeben wurde. Wie Sean bereits in seinem Review erklärte, war dies das erste Album das ohne der Zusammenarbeit mit Produzent und Gitarrist Chris Walla auskommen musste. Und auch wie er als gestandener Death Cab Sympathisant hat mich dieses Album vollends überzeugt.

Der Sound des Albums zieht sich von „No Room In Frame“ bis hin zum letzten Track „Binary Sea“. Gegen Ende März erschienen ab das Album auch genug Vorlauf zum Auftritt der Band beim Hurricane Festival 2015. So konnte ich mir noch mehr Eindruck darüber verschaffen, was die Indie-Rocker aus Bellingham alles auf dem Kasten haben. Kintsugi ist ein Album mit für Ben Gibbard typischen tollen Texten und inspirierenden Songstrukturen. Gefällt mir im Rückblick mehr als ich gedacht habe und landet somit auf meinem zweitem Platz.

Anspieltipps: Black Sun, Little Wanderer, The Ghosts of Beverly Drive 

Kintsugi

Price: EUR 4,99

4.1 von 5 Sternen (13 customer reviews)

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#1 Sufjan Stevens – Carrie & Lowell

Sufjan Stevens - Carrie and Lowell

Wie auch andere in dieser Liste vertretene Künstler hat Sufjan Stevens eine ellenlange Diskographie aufbauen können. Er ist bekannt dafür unzählig viele Instrumente spielen zu können und doch reicht oft seine Stimme in Kombination mit seinem Gitarrenspiel um sämtliche Hörer zu verzaubern. So gelingt es ihm auch auf Carrie & Lowell mit Minimalismus etwas ganz großes zu schaffen.

Er singt, erzählt und flüstert. Bezaubernde Melodien, ein zartes und doch ausdrucksstarkes Gitarrenspiel verleihen dem Album ein bisher nie da gewesenes Flair. Wie der Titel schon zu verlauten lässt, wurde das Album von seiner 2012 verstorbenen Mutter Carrie und seinem Stiefvater Lowell inspiriert und deren Urlaubstrips inspiriert. Aufgenommen hat er das Album zu Hause, im Studio und sogar in einem Hotelzimmer nur mit einem iPhone bewaffnet. Das tut dem Klang von Carrie & Lowell in nichts ab und sorgt womöglich sogar für eine Verstärkung des Gefühls, ganz nah dran zu sein.

Anspieltipps: Should Have Known Better, The Only Thing, Carrie & Lowell

Carrie & Lowell

Price: EUR 12,99

3.9 von 5 Sternen (30 customer reviews)

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