Foto: Graham Gardner

Ganz schön frech: Als Remo Drive vor zwei Jahren ihr Albumdebüt „Greatest Hits“ ablieferten, staunte die Emo-Punk-Szene nicht schlecht. Das Trio erinnerte an die früheren Wurzeln des Genres. Ein roher, ungezwungener Sound, begleitet von verletzlichen Vocals und einer ganz eigenen Mischportion aus Humor und Slack. Das Album lief bei mir rauf und runter.

Das unscheinbare Emo-Punk-Trio aus dem unscheinbaren US-Bundesstaat Minnesota hatte es mir angetan. Titel wie „Yer Killin‘ Me“, „Art School“ und „I’m My Own Doctor“ liefen Nonstop, die Stimme Erik Paulsons war Dauergast in meinem Ohr. Dabei gab es so viele bessere Sänger, bessere Bands und bessere Texte. Was machten Remo Drive also nur anders?

In Zeiten, in denen Rockplatten unter Überproduktion und Ideenlosigkeit leiden, schafften es Remo Drive ihre gewaltige Live-Energie und Sensibilität in die Songs zu tragen, ohne an Persönlichkeit zu verlieren. Da trifft es sich wunderbar, dass Remo Drive im Dezember 2019 erstmals auf Deutschland-Tour kommen – und noisiv.de die Konzerte in Köln, Berlin und Hamburg für euch präsentiert.

Remo Drive kommen natürlich nicht mit leeren Händen: Nach dem Ausstieg von Drummer Sam Mathys, machen die Brüder Erik und Stephen Paulson seit 2018 als Duo weiter. Es folgte das Signing bei Epitaph Records, das zweite Album „Natural, Everyday Degradation“ kam zugleich hinterher.

Anfang Dezember werden wir nun erstmals in den Live-Genuss der Band kommen, die für viele eine aggressive Reinkarnation von Weezer und Vampire Weekend darstellt. Wenn ihr mich fragt: Remo Drive machen ihr ganz eigenes Ding – und dürfen mich auch vor Publikum davon überzeugen. Anbei die Termine im Dezember.

Remo Drive – Live in Deutschland

  • 03.12. – Köln, Blue Shell
  • 04.12. – Berlin, Cassiopeia
  • 06.12. – Hamburg, Molotow SkyBar

Tickets gibt’s ab sofort hier oder bei allen VVK-Stellen zu erwerben.

„Natural, Everyday Degradation“ wurde am 31. Mai via Epitaph Records veröffentlicht.